Pole Dance - Segen und Fluch

September 3, 2016

Hallo meine Lieben!

In meinem heutigen Blogeintrag wird es um die beidseitige "Medaille" im Pole Sport gehen.

Gemeint ist damit die Frustration beim Training und die Erfolge beim Training.

Beide Seiten liegen dicht beieinander und können - je nachdem - herunterziehen oder sogar in Euphorie enden.

Wie oft ist es einem schon passiert oder besser gesagt ergangen, frustriert aus dem Unterricht zu gehen??? Weil einfach nichts funktioniert hat. Weil der erste Versuch nicht so perfekt ausgesehen hat wie bei der Trainerin. Weil man das noch nie gemacht hat. Weil dieser Pole Trick sowas von unmachbar aussieht. Oder sogar weil man diese Tätigkeit schon immer gehasst hat bzw. sie in Kinderzeiten abgeschreckt hat, weil man Angst hatte einfach zu fallen. Persönlich rede ich hier von meinen derzeitigen absoluten Hasstätigkeiten: Handstände und Kopfstände. Diese ziehen mich regelmäßig herunter und machen mich einfach nur traurig und wütend auf mich selbst.
In der Schulzeit nie gekonnt oder nie richtig gelernt. Dinge, wo der Kopf abschaltet und herumzickt und meint: "Das schaffst du doch eh nicht!".
Wenn diese Stimmung aufkommt, ist eigentlich schon alles vorbei und man weiß, man hat verloren und es wird für die Stunde eh nichts mehr.

Falls diese Frustration oder Stimmung auftaucht, hilft es eigentlich nur noch einen Trick zu machen, den man perfekt kann.
Wo man weiß, dass es sein Trick ist und dieser im Schlaf funktioniert. Somit hat man was für sein "Ego" getan und man geht nicht so ganz frustrierend aus dem Unterricht heraus.

Außerdem heißt hier die Divise: Nie aufgeben und unterkriegen lassen. Denn irgendwann hat man die zu benötigte Kraft aufgebaut und irgendwann funktioniert auch der härteste Pole Trick. Nicht den Kopf in den Sand stecken! Immer das Beste draus machen und fleißig weitertrainieren. Auch wenn es die ersten Male deprimierend sein könnte... Üben was das Zeug hält. Üben über seinen Schatten zu springen und auch mal die Tricks zu meistern, die einem nicht so liegen. Handstände zum Beispiel kann man perfekt zu Hause üben. Üben an der Wand. Wenn man sich nicht traut, den Partner hinzunehmen und ihn bitten einen festzuhalten. Erst wenn man sich an der Wand sicher fühlt, kann man auch versuchen weiterzugehen. Weiterzugehen einen Handstand an der Pole zu machen. Selbe gilt für Kopfstände. So arbeitet man sich Schritt für Schritt an einen Trick heran. Natürlich kann es länger als eine Woche dauern, vielleicht sogar über einen längeren Zeitraum - über Monate. Wichtig ist, dass man es nicht erzwingt. Vor allem beim Thema Flexibilität. Mein persönlicher Traum ist einen Spagat hinzubekommen.

Leider bin ich nicht sehr flexibel und es wird wohl in der nächsten Zeit nur ein Traum bleiben. Ich kann euch sagen, es ist jede Woche sehr frustrierend und deprimierend für mich ist, wenn man sieht, dass alle (fast) unten sind und du gefühlt noch Meter vom Boden entfernt bist. Hier gilt ebenfalls: nichts erzwingen. Denn dies kann schief ausgehen. Schief gehen in Form von einer Zerrung. Einer Zerrung, wo man mehrere Wochen außer Gefecht gesetzt ist und nicht trainieren kann. Jedenfalls nicht in der Form wie man es gern wollen würde. 

Selbe gilt ebenfalls zu dem Thema oder besser gesagt zu der Frage "Wie oft trainiert man am Besten?". Ich persönlich könnte jeden Tag was an der Pole machen. Dieses Denken habe ich mir aber schnell abgewöhnt, da der Körper und die Muskulatur auch mal einen Tag Pause benötigen. Es bringt nichts auf den bereits vorhandenen Muskelkater zu trainieren. Letztendlich tut es weh und man erleidet einen kleinen Rückschlag, weil der Trick auf einmal entweder nicht mehr funktioniert oder schlechter geworden ist als beim letzten Mal Training. Gönne dir Entspannung. Oder mache an dem Tag Pause einfach mal etwas Yoga oder eine Stretching-Einheit. Aber aufpassen! Ohne ein richtiges Warm-Up kann auch das Stretching zum Misserfolg kommen oder sogar zur Verletzung...

Einfach nicht unterkriegen lassen! Ich weiß, dass klingt alles verdammt hart und manchmal unmachbar. Man will am Liebsten alles hinschmeißen und den berühmten Mittelfinger zeigen. Weitermachen und immer an sich glauben, ist hier die Divise. Der Glaube an sich selbst versetzt meistens Berge und irgendwann ist der Tag gekommen, wo dieser Pole Trick klappt. Dann freut man sich sowas von derbe und will am liebsten alles und jeden umarmen. Vor Freude jubbeln und einfach den Trick die ganze Zeit machen, weil man es nicht glauben kann endlich diese Hürde gemeistert zu haben. Hier heißt es aber auch: nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen und neue Herausforderungen annehmen bzw. suchen.
Auch sollte man sich über jeden kleinsten Fortschritt freuen. Ebenfalls ist es immer Balsam für die Seele, wenn man ein Lob von der Trainerin oder von weiteren Polerinas bekommt.

Ich persönlich bin ein ungeduliger Mensch und eigentlich kann auch alles in meinem Leben nicht zu schnell gehen. Zu schnell in dem Sinne, dass es auch bei dem ersten Versuch perfekt klappt. Mein Drang nach der sogenannten Perfektion steht mir auch oftmals im Weg und schmeißt mir Steine in mein Vorhaben.
Steine die wehtun und an der Seele aufprallen. Rückschläge, die das kleine Pole-Herz erst einmal verkraften müssen.
Man sollte aber immer mal zurückdenken. Zurückdenken an die ersten "Gehversuche" an der Pole. Die erste Drehung, die zuerst absolut unmöglich war. Oder das erste Mal zu klettern oder an der Pole zu sitzen. Der erste Versuch einen Klimmzug zu meistern... Erste Tricks, die von der Trainerin gezeigt wurden. Erste Tricks, wo man innerlich Panik hatte. Panik davor "zu versagen" oder sich "zu blamieren", weil man sich eventuell blöd anstellen könnte. Heute weiß ich, dass jeder mit sich selbst beschäftigt ist und absolut keine Zeit hat sich um zusehen...
In der Vergangenheit zu schwelgen ist oftmals sehr hilfreich für mich. Hilfreich in dem Sinne, um den sogenannten Spiegel vor sein Gesicht zu setzen um festzustellen, dass man doch eigentlich nicht so schlecht ist als man denkt.

Aber wenn der Ehrgeiz erst einmal geweckt ist, will man auch diese Hürde meistern und man kämpft.
Man kämpft immer besser zu werden und irgendwann klappt es. Dann hat sich auch diese harte Arbeit gelohnt und man kann zu neuen Herausforderungen und Pole-Aufgaben schreiten. Man wächst ja schließlich mit seinen Aufgaben und weiß selbst, wie hart das Erreichen seines Ziels war. Wie viel Frustrationen darin stecken. Letztendlich zahlen sich alle Frustrationen aus und man strahlt über beide Ohren, wenn der Trick endlich geklappt hat oder wenn man dem Ziel wieder etwas näher gekommen ist. Auch wenn es nur ein Zentimeter weniger geworden ist zum Ziel den Boden zu erreichen.
Pole Dance ist somit für mich Segen und Fluch. Fluch, wenn es mal nicht so funktioniert wie man es sich vorstellt. Aber größtenteils immer ein Segen, weil es Spaß macht, eine tolle Sportart ist und einfach nur Balsam für die Seele ist. Man kann perfekt beim Training abschalten, da man sich - auf sich selbst - konzentrieren muss. Die kleinen Alltagssorgen und Problemchen sowie eventueller innerlicher Stress werden einfach ausgesperrt. Vor dem Studio oder der Haustür/Wohnzimmertür gelassen und einfach nicht - in dem Moment - mehr beachtet. Nach einem ordentlichen Training fühlt man sich super und entspannend an. Oftmals sind die kleinen (First-World) Probleme aus der Welt geschafft oder sie ärgern einen nicht mehr so sehr wie vor dem Training. Nach einem ordentlichen Training/Workout ist man einfach nur geschafft. Geschafft, weil man seinen Körper an diverse Grenzen geführt hat!
Man sieht irgendwann Ergebnisse, die in vergangenen Zeiten einfach unmöglich waren. Ergebnisse wie mehr Kraft und Ausdauer zu bekommen oder einfach die körperliche Veränderung (Aufbau von Muskeln).

Man sollte aber nie aufgeben und für seine persönlichen Ziele kämpfen (und das zählt nicht nur für Pole Dance ^^)!

 

Eure Elisa.

 

 

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Elisa Weiß

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