Sabine (@sabine_pole_beauty)

December 13, 2016

 

Hallo Sabine!

Danke, dass du dir die Zeit nimmst und dir meine Fragen vornimmst, sie zu lesen und zu beantworten.

Bevor wir aber mit den Fragen starten, möchte ich dich kurz bitten, dich vorzustellen!

Na klar: Mein Name ist Sabine Schön – bzw. Sabine Pole Beauty und ich wohne in
Halle (Saale).

Ich bin 31 Jahre alt und Pole Dance ist ein wichtiger Teil meines Lebens geworden.

Denn nicht nur, dass ich selbst dem Sport verfallen bin, ich bin seit Mai 2014 Trainer, seit September 2015 auch zertifiziert und international anerkannt. Außerdem bin ich von der Pole Dance Community auch als 3 Star Teacher ausgezeichnet worden. Hauptberuflich bin ich Journalistin, doch weil es mir so viel Spaß macht meine Freude am Tanzen weiterzugeben, habe ich im März 2016 mein eigenes Studio – Pole Dance Beauties – in Halle eröffnet.

 

Wie bist du zum Pole Dance gekommen?

Wie viele wahrscheinlich. Ich habe als Teenie getanzt (Jazz, Modern, Hip Hop). Wegen des Studiums habe ich das nicht mehr weiterverfolgen können. Und irgenwann merkte ich, dass Fitnessstudio einfach nicht mein Ding ist, um mich fit zu halten. Ich suchte was Neues.

Pole Dance ist da durch meine Liebe zum Tanzen perfekt. Ich habe mich zu einer Schnupperstunde angemeldet und bin hängen geblieben.


Wie bist du darauf aufmerksam geworden?

Durch eine Anzeige in einem Stadtmagazin.

 

Seit wann hat dich das Pole-Fieber gepackt?

Januar 2013

 

Wie oft trainierst du die Woche?

Insgesamt gebe ich ca. 6 Kurse für meine Teilnehmer.

Selbst für mich trainiere ich 1-2 Mal die Woche.

Wie oft dehnst du dich?

Ich versuche das so gut wie es geht mit in mein eigenes Training zu integrieren.

Reine Stretchingseinheiten 1 Mal die Woche.

Fällt es dir schwer dich zu dehnen?

Das kommt auch die zu dehnenden Bereiche an.

Rücken und Frontsplit sind gut.

Bei Middlesplit und Schultern muss ich mehr arbeiten.

Wie viel Zeit steckst du in dein Training (Pole/Stretching)?

Pro Training etwa 1,5-2 Stunden

 

Wie ist dein Training aufgebaut?

Erwärmung, Kraft, Spins, Figuren, Cooldown

 

Studiogänger oder Selbstbeigebracht?

Zu Beginn Studiogänger, mittlerweile 50/50 – ich erarbeite mir selbst Sachen, da ich als Trainer weiß worauf man achten sollte. Jedoch nehme ich mir auch Privatstunden bei anderen Trainern.
Studio: Erzähle kurz den Trainingsaufbau im Studio! Wie heißt das Studio in dem du trainierst?

Eine Stunde dauert 90 Minuten.

Nach einem Aufwärmprogramm, werden bereits gelernte Spins gefestigt und neue gelernt.

Dann geht es an Überkopf-Figuren, auch hier wird erst wiederholt, danach folgen neue Moves und Kombinationen von verschiedenen Figuren.

Am Ende widmen wir uns noch Kraftübungen, die am Ende in ein Cooldown übergehen.

Was hälst du vom selbstbeibringen im Pole Sport?

Die Kombination heute ist für mich super. Und auch als Anfänger finde ich es gut, dass man einen guten Trainer an seiner Seite hat. Beim Pole Dance ist die Technik entscheidend – oft sind es nur Nuancen, die nur ein Außenstehender erkennt, warum ein Trick funktioniert oder (noch) nicht.

Selbst: Über welche Medien beigebracht?

Hauptsächlich Youtube und heute eher Instagram.

 Gehst du noch zusätzlich in ein Fitnessstudio oder betreibst du noch andere Sportarten?

Nein.

Außer im Urlaub, da teste ich das Angebot, was die Hotels anbieten.

 

Was fasziniert dich am Pole?

Alles. Die Kraft, die Ästhetik, … Aber auch die Herausforderung. Ich bin ein ehrgeiziger Mensch und arbeite gerne an Moves. Auch an den vermeintlich einfachen. Denn auch hier kann man immer wieder neue Facetten erkennen und die Figuren immer wieder ausbauen und verfeinern.

 

Choreographie, Freestyler oder lieber Pole Tricks?

Irgendwie alles.

Am Anfang wollte ich immer eher nur Tricks und Kombis lernen. Choreo ja, aber mehr wenn ich sie mir selbst erarbeitet habe. Freestyle hat sich erst in der letzten Zeit in mein eigenes Training integrieret, aber ich mag es sehr.


Highheels oder lieber doch barfuss?

Meistens barfuss. Aber auch ich habe Pleaser im Schrank, die für den einen oder anderen Workshop angezogen werden.

 

Hast du Vorbilder, die dich bei deinem Sport inspirieren?

Nenne bitte mindestens ein Vorbild und schreibe kurz, was dich an ihm fasziniert.

Ach, ich finde da gibt es viele! Jeder Künstler hat seine eigene Handschrift, die bei jedem das Besondere ausmacht. Ich liebe die Choreos von Britt Bloem und auch ihre Art zu Lehren. Das gleiche gilt für Růženka Kunstýřová und Doris Arnold. Alle drei durfte ich beim Internationalen Pole Camp in Bibione kennenlernen. Natürlich ist die Flexibitält von Anastasia Skukhtorova ein Traum.

Wer mich aber wirklich aktiv inspiriert und mich immer wieder aufs Neue fasziniert und auch mich als Pole Tänzer weiterbringt ist Rania El-Asami bzw. Rania Pole Angel. Ich habe sie vor einem Jahr persönlich kennen und vor allem lieben gelernt. Seither trainieren wir zusammen bzw. trainiert sie mich. Durch sie habe ich mich definitiv weiterentwickelt, sei es an Kraft, Sauberkeit und Können. Die Trainings machen unheimlich viel Spaß und unsere Leidenschaft zu Pole Dance verbindet uns – mittlerweile auch außerhalb des Trainingsraums – ich möchte ihre Freundschaft nicht mehr missen.

 

Was treibt dich beim Training an?

Der Ehrgeiz immer neue Tricks und Kombinationen zu lernen, sich zu verbessern und zu merken, zu was man im Stande ist.

Was mir aber auch auffällt, ist dass ich durch das Training einfach alles andere vergessen kann, den Alltag hinter mir lassen kann.

 

Hast du ein Motto, wie du dich Motivieren kannst bzw. wie du andere motivierst?

Nicht wirklich. Aber mir ist wichtig, dass ich einfach ich selbst bleibe. Mich nicht an anderen messen will und einfach nur Spaß haben möchte.

Das versuche ich auch an meine Schüler weiterzugeben.

 

Hat dich schon mal etwas sehr frustriert am Pole?

Ach, frustrieren ist zu hoch gegriffen, … Sicher ärgert man sich, dass nicht alles auf Anhieb klappt. Oder etwas nicht klappt, was schon mal geklappt hat. Aber jeder hat gute und schlechte Tage, das muss man sich immer vor Augen führen.

 

Hast du dich schon einmal sehr verletzt sodass du dein Training ausfallen lassen musstest bzw. eine Pause einlegen musstest?

Eine Pause musste ich zum Glück noch nicht einlegen. Aber dennoch musste ich mein Training auf Grund von Zerrungen anpassen. Vor allem was Split-Tricks angeht. Bei einem Fotoshooting hatte ich mich mal in der Jade extrem gezerrt, davon hatte ich dann lange was.

 Nenne deinen absoluten Lieblingstrick!

Den gibt es tatsächlich nicht. Ich habe viele Sachen die mir gefallen, da könnte ich mich wirklich nicht entscheiden. Aber Kraftsachen fallen mir leichter, als Flexy-Tricks. Dennoch liebe ich sie und arbeite ständig an ihnen.

 

An welchem Pole Trick arbeitest du gerade?

Closed Scorpio, Cocoon, Eagle

Ich habe leider erst spät angefangen (nach 3 Jahren) mich der Flexibilität meiner Schultern zu widmen. Leider, das muss nun nachgeholt werden!

 

Wie bringst du dir neue Tricks bei?

Alleine, in Privatstunden und bei Workshops (siehe Antwort oben).

 

Und welcher Trick hat dich zur Weißglut gebracht?

Russian Split

Zuerst war es mega scary in die Figur reinzugehen und dann hat mich mein schwitziger Rutschefuss wirklich genervt.

 

Wie lange hast du ungefähr gebraucht bis er halbwegs gesessen hat?

Die Angst des Reingehens ging durch den Support meiner Trainingspartner, die mich gut gestützt haben, relativ schnell weg. Das Reinkommen hat etwas gedauert. Wie lange es dann im Endeffekt gedauert hat, kann ich gar nicht sagen. Jetzt klappt er und ich bin mega stolz darauf. Nun wird daran gearbeitet, dass er immer "flacher" wird.

 

Wie sieht für dich der perfekte Pole-Tag aus?

Ausschlafen, keine Arbeit (in meinem Nicht-Pole-Leben bin ich Journalistin), Training mit den liebsten Pole Mädels, Dehnen und glücklich sein.

 

Hast du schon einmal an einem Wettkampf/Meisterschaft/Contest/etc teilgenommen?
Wenn ja, welche und was hast du da für Erfahrungen gesammelt?

Ja. Steel on Fire 2015 im Double mit Katja Seidel. Crazy Pole Gala Cup 2016 im Double mit Katja Seidel und Steel on Fire 2016 in der Kategorie Advanced.

Ich mag Meisterschaften, aber mir geht es nicht um das Ergebnis, sondern eher darum dem Publikum an seiner Leidenschaft teilhaben zu lassen. Und wenn es den Zuschauern gefällt – umso besser.
Wie hast du dich darauf vorbereitet?

Am Anfang steht immer das Lied. Bei vielen Auftritten habe ich das Lied gehört und schon Figuren und Kombinationen im Kopf gehabt. Danach geht es daran einzelne Teile zu kombinieren und das Lied mit Leben zu füllen. Das Erarbeiten einer Choreo macht genauso viel Spaß, wie am Ende der Auftritt.

 

Umstrittenes Thema! Was hältst du von Pole Dance für Kinder?

Solange der Spaß und die Wünsche des Kindes im Vordergrund steht, habe ich nichts dagegen einzuwenden. Wichtig ist aber meiner Meinung nach, immer die Entwicklung des Kindes mit zu berücksichtigen!

 

Du bist bei Instagram sehr aktiv!
Was beeinflusst dich auf dieser Plattform zu posten?

Ich scrolle gerne durch die Timeline, um zu sehen, wie sich die Pole Nation so entwickelt. Ich nutze Instagram ausschließlich zum Thema Pole Dance und Fitness. Außerdem finde ich es schön Bilder zu posten. Denn schließlich ist man stolz auf sich, auf das was man sich erarbeitet und vor allem darauf Teil einer so tollen Community zu sein.

Außerdem finde ich Tipps von anderen Poletänzern wirklich hilfreich.

 

Was denkst du, bist du eine Art Vorbildfunktion für manche Instagramer oder auch andere Personen?

Das muss man andere Fragen. Jedoch macht es mich schon stolz, wenn ich meinen Pole Beauties – also meinen Teilnehmerinnen in meinen Kursen – beim Wachsen zusehen kann. Wie sie sich Woche um Woche steigern und besser werden, das ist schon etwas tolles, was mich als Trainer sehr erfüllt.

 Was sagen deine Familie/Freunde/Bekannte zu deiner Leidenschaft?

Wie haben sie es damals aufgenommen als du es ihnen erzählt hast?

Unterstützen sie dich bei deinem Sport?
Hast du schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht?

Meine Familie unterstützt mich in vollem Maße. Mein Mann hat mich auch bei dem Aufbau meines eigenen Studios sehr unterstützt. Ohne ihn hätte ich das alles nicht geschafft. Außerdem ist es nicht selbstverständlich, dass er mir so viel Zeit für Pole einräumt.

Tagsüber arbeite ich als Journalistin und an fast jedem Abend unter der Woche bin ich im Studio. Mein Mann steht immer hinter mir, dafür bin ich dankbar – ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist.

Auch Freunde finden, das was ich tue gut. Ich habe mich zum Glück noch nie rechtfertigen müssen.

 

Vorurteile sind leider keine Seltenheit beim Pole Dance.
Mit welchen Vorurteilen wurdest du schon einmal konfrontiert?

Zum Glück mit noch keinen. Klar, schwebt immer noch das Klischee der Stripbars im Raum, aber die Gesellschaft kriegt langsam mit, dass das doch sehr anstrengend ist und vor allem Sport ist.

 

Chrom / Edelstahlt / Messing / Puderbeschichtet oder lieber Silikon?

40 / 45 oder 50 mm?

Chrom 40 und 45 mm

 

Auf welches Gripmittel schwörst du?

Dry Hands, nasses Handtuch für die Hände und für die Beine: Body Sorbet von Body Shop

 

Wenn du eine Stange zu Hause hast.

Wie hast du deinen Pole-Bereich eingerichtet?

Wann hast du den Entschluss gefasst dir einen eigenen Bereich zu erschaffen?

Ich hatte vor meiner Studio-Eröffnung eine. Der Entschluss kam schon nach ein paar Wochen.

Meine Stange stand zuerst im Wohnzimmer, danach im Arbeitszimmer.

 

Was hälst du von Aerial Silk oder Aerial Hoop?

Schon mal ausprobiert?

Wenn ja, wie hat es dir gefallen?

Beides ist toll!!! Ja, ich habe schon mehrere Workshops gemacht. In meinem Studio haben wir auch einen Hoop. Ich liebe es. Es ist anders als Pole, aber es gibt für mich kein entweder oder. Aktuell mache ich gerade meine Trainerschein für Aerial Hoop.

 

Wenn du im Lotto gewinnen würdest, was würdest du dir davon als erstes leisten?

In Bezug auf Pole? Ich bin aktuell wunschlos glücklich.

 

Hast du Ziele für 2017?

Meinen Trainerschein für Aerial Hoop erfolgreich abschließen und weiterhin meine Leidenschaft und Freude am Pole an meiner Schülerinnen weitergeben.

 

Was hältst du von Pole-Camps?
Wenn ja, welches Camp war es und wie waren deine Erfahrungen dazu?

Ich mag Camps, da kommen viele Gleichgesinnte zusammen, um ihre Leidenschaft zu teilen.

Ich war bisher 2015 und 2016 in Bibione – Internationales Pole Camp.

 

Wenn du dein bisheriges Leben beschreiben würdest, wie würden deine persönlichen Highlights (und vielleicht auch deine Hürden) in Pole Tricks aussehen?

Schwierig. Sagen wir mal so, es geht stetig bergauf.

Aber in Tricks … hmm, Gemini, Scorpio, Superman, Cupid, Overshoulder Mount, Allegra, Jade, Chopstick, Titanic, Janeiro, Machine Gun, Russian Split, Cocoon, Closed Scorpio, Eagle ….

Kontakt:

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Elisa Weiß

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