Elisa (@pole.love.photoart)

December 23, 2016

Hallo meine Lieben, heute gibt es für das Erste das letzte Interview für euch... jedenfalls für das Jahr 2016!

Ich bedanke mich bei allen, die sich die Zeit genommen haben um die Fragen allesamt zu beantworten.

Auch natürlich bei denen, die noch nicht das Interview zurückgesendet haben, da ich immer noch fleißig an Begeisterte Poledancer es verschicke.

Ich bin mir aber sicher, dass ich sie nächstes Jahr zurückbekomme.

Deshalb mache ich erst einmal einen kleinen Cut um neuen Input zusammeln, aufzuarbeiten und aufzuhübschen.

Es hat mir persönlich großen Spaß gemacht jede Antwort von jedem Einzelnen zu lesen.

Heute werde ich euch die Fragen beantworten!

Die Beantwortung der Fragen ließ mich manchmal selbst an meine Grenzen kommen, da ich mir manchmal selbst die Frage/das Kommentar gestellt habe: "Was habe ich mir dabei nur gedacht?". Somit ist es auch absolut keine Verwunderung, warum viele etwas länger gebraucht haben, die Fragen zu beantworten...
Lange Rede - kurzer Sinn: Erst einmal kurz zu meiner Person:

Mein Name ist Elisa, ich wohne in (schönen) Berlin mit meinem Freund und meinen zwei Katern – Anubis und Sirius.
Ich bin gelernte Biologielaborantin und arbeite in einem Pharmaunternehmen!
Zu meinen Hobby zählen unter anderem Pole Dance, Blog schreiben, Kreative Dinge betreiben wie Nähen, Basteln und Fotografieren.

Aber ich genieße auch mal die gemeinsame Zeit mit meinen Lieben.

 

Wie bist du zum Pole Dance gekommen?
Wie bist du darauf aufmerksam geworden?

Generell war ich damals auf der Suche nach einer Sportart, die mit Tanz zu tun hat.
Matze – mein Freund – hatte sehr unmenschliche Arbeitszeiten, sodass wir keinen gemeinsamen Tanzkurs absolvieren konnten.
Also bin ich durch Zufall auf ein Pole Dance Studio gestoßen, welches bei Google am Obersten stand – dem Schönheitstanz.

 

Seit wann hat dich das Pole-Fieber gepackt?

Angefangen habe ich eigentlich im Januar 2015 in dem obengenannten Studio.
Da ich persönlich keine großen Fortschritte bei mir gesehen habe, es sehr preisintensiv war, suchte ich mir ein neues Studio – dem Redlightdance, welches ich im Dezember 2015 beigetreten bin.
Seitdem betreibe ich auch wirklich Pole Dance.
Ich sehe Fortschritte bei meiner Dehnung, bei meiner Kraft und generell an meinem Körper!

 

Wie oft trainierst du die Woche?

Seit Dezember 2015 gehe ich zweimal die Woche ins Studio – montags und freitags.
Generell versuche ich dann noch mindestens zweimal die Woche zu hause zu trainieren.
Nach dem Training fühle ich mich persönlich immer toll und motiviert und vor allem ausgepowert.

Ab Januar 2017 werde ich aber dreimal im Studio sein – denn da kommt dann für mich noch Aerial Hoop dazu.

Außerdem versuche ich auch an Stretching Kursen, die im Studio angeboten werden, teilzunehmen. Ab 2017 werde ich auch versuchen meinen inneren Schweinehund zu bekämpfen und mich auch regelmäßiger/jeden Tag zu dehnen.

 

Wie oft dehnst du dich?

Dehnen ist so eine andere Sache bei mir.
In meiner Phantasie kann ich den Spagat bereits... in der Realität versuche ich jeden Tag mich zu dehnen, was aber meistens nicht wird, weil dann andere Dinge viel wichtiger sind...
Im Studio dehnen wir uns relativ intensiv, sodass ich auf mindestens zweimal die Woche komme. Außerdem versuche ich seit Dezember regelmäßig zu Stretching-Kursen im Studio zu gehen, damit ich mich sozusagen zwinge, dehnbarer zu werden.

Fällt es dir schwer dich zu dehnen?

Total! Es gab Zeiten, da fand ich das Stretching einfach nur unangenehm und ich empfand keinen Spaß daran.
Jetzt bin ich schon etwas lockerer geworden und versuche an meine Ziele zu kommen...
Man muss das Streching „einfach“ als Freund sehen... dies fällt mir aber oft sehr schwer und ich fühle mich sehr schnell deprimiert...
Wie viel Zeit steckst du in dein Training (Pole/Stretching)?

Im Studio sind es 90 Minuten.
Zu hause können es auch schon mal 180 Minuten sein, wenn zum Beispiel ein Trick überhaupt nicht klappen möchte...

Wie ist dein Training aufgebaut?

Im Studio machen wir als erstes Warmup mit meistens einer Aerobic-Choreografie und ein Power-Warmup. Gefolgt von einem intensiven Stretching-Part. Abschließend mit einer Krafteinheit, wo wir uns verschieden Hilfsgeräte (z.B. Fußmanschette, Stühle, Hanteln, etc...) aussuchen können.
Dann machen wir die Stange mit ein paar schönen Tricks warm.
Je nachdem lernen wir einzelne Pole-Tricks oder eine Choreographie an der wir weiterarbeiten.

Das Training wird mit einem Cool-Down beendet.

Wenn ich zu hause trainiere, mache ich mir meistens die Spotify-Playliste „80s Retro Aerobics“ an und mache mich warm. Dies sind meistens Hampelmänner, Twists, Seilspringen, Kneehops, etc. Je nach Lied tanze ich auch meistens etwas (alleine zu Hause traut man sich immer mehr als woanders...). Vor allem liebe ich Rock´n´Roll oder Jive zum warm machen, machmal auch nur den Chachacha-Grundschritt um von A nach B zu kommen – hauptsache warm.
Wenn ich mich einigermaßen warm fühle, stretche ich mich eine Runde. Meistens kommt das Dehnen zu kurz – was ich unbedingt ändern muss...
Danach ändere ich meine Spotify-Playlist in die „Pole Dance Nymphe“ und versuche meine Stange warm zu tanzen in Form von einfachen Spins oder ich tanze Freestyle (funktioniert manchmal, manchmal auch nicht).

Dank meinen Eltern, habe ich den Pole-Warmer für meine Stange. Eine Art Wärmeummantelung für meine Pole, die meine Pole erwärmt – sehr praktisch!
Zuhause suche ich mir meistens irgendwelche Tricks aus, die ich versuche mir selbst beizubringen. Diesen versuche ich solange bis ich einigermaßen zufrieden mit meinem Ergebnis bin oder sehr unmotiviert bin, weil der Trick einfach nicht klappen möchte, dann nehme ich ältere Tricks, die im Schlaf schon klappen um mich wieder zu motivieren.
Aber auch älteren Tricks, die noch nicht so gut klappen zu optimieren und hübscher zu bekommen, dürfen nicht vernachlässigt werden!

 

Studiogänger oder Selbstbeigebracht?
Studio: Erzähle kurz den Trainingsaufbau im Studio! Wie heißt das Studio in dem du trainierst?

Ich trainiere seit Dezember 2015 im Redlight Dance Berlin in der Filiale Wedding (am Leopoldplatz).
Trainingsaufbau in Kurzform: Warm-up/Stretching/Kraft/Pole/Cool Down.

Ich bin auf jeden Fall ein Fan vom Studio, da man da kompetente Trainer hat, die einem die Tricks vermitteln und erklären.

Was hälst du vom Selbstbeibringen im Pole Sport?

Es gibt ja viele Poledancer, die sich die Tricks selbst beibringen.

Ich denke, dass es auf den Typ Menschen ankommt.

Ich persönlich gehöre leider nicht zu den Personen, die mit Geduld umgehen können, deshalb wäre ich sicherlich total schnell demotiviert und schnell entmutigt sodass mir Pole nicht mehr Spaß machen würde.

Dennoch versuche ich, wenn ich zu hause trainiere, mir noch unbekannte Tricks selbst beizubringen. Dies funktioniert manchmal ganz gut, manchmal auch nicht.

Selbst: Über welche Medien beigebracht?

Meistens über Instagram, wenn ich eine tolle Combo finde oder ein schönes Bild gesehen habe, was ich unbedingt ausprobieren möchte.

Über YouTube versuche ich, den Pole-Trick zu finden um mir ein Tutorial anzusehen.

 

Gehst du noch zusätzlich in ein Fitnessstudio oder betreibst du noch andere Sportarten?

Ich bin eigentlich noch zusätzlich in einem Fitnessstudio angemeldet.

Dies besuche ich aber nicht mehr so oft wie ich gern möchte. Mir fällt derzeit leider die Zeit oder besser gesagt, die Motivation. Zu hause ist es einfach praktischer Sport zu machen und man muss nicht woanders hinfahren.

Dies werde ich aber denke ich wieder kündigen, da ich einfach keine Zeit/Lust habe...

Neben Pole Dance werde ich ab Januar Aerial Hoop betreiben.

Ziel ist es mir einen Hoop zu besorgen um Outdoor – bei schönem Wetter – auch Spaß zu haben.

 

Was fasziniert dich am Pole?

Eigentlich ist es Alles!

Angefangen von der Vielseitigkeit, die man an der Stange machen kann. Egal ob klassisch, exotisch, kraftvoll oder flexibel. Mit kann mit so vielen Tricks spielen und neue Combos ausprobieren.

Man vergisst die Zeit um einem herum und konzentiert sich nur um sich und um den bervorstehenden Trick/Combo.

 

Choreographie, Freestyler oder lieber Pole Tricks?
Highheels oder lieber doch barfuss?

Derzeit finde ich Pole Tricks immer ganz toll – vor allem zu hause.

Im Studio stehen Choreographien ganz weit auf dem Plan, sodass man auch etwas tanzen kann.

Für Freestyle bin ich zu unkreativ.

Ich tanze sehr gerne barfuss.

Mit Highheels finde ich mich persönlich zu groß.

Außerdem kann ich nicht so gut auf solchen Schuhen laufen sodass ich „Panik“ habe mich zu blamieren...

Hast du Vorbilder, die dich bei deinem Sport inspirieren?

Nenne bitte mindestens ein Vorbild und schreibe kurz, was dich an ihm fasziniert.

Es gibt so viele tolle und talentierte Poledancer!

Zu meinen „unerreichbaren“ Vorbildern zählen auf jeden Fall Bethany Finlay. Ich liebe ihre verrückten Videos, die immer einen absoluten WOW-Effekt besitzen.

Anastasia Skuktorova und Amy Hazel für ihr Beweglichkeit, Grazie und Tricks.

Auf jeden Fall liebe ich Marion Crampe für ihre Leichtigkeit und Flexibilität.

Dmitry Akimenko als Mann für seine Kraft, aber Eleganz in den Bewegungen.

Karo Swen vergöttere ich seit der ersten Pole-Session für ihre Kraft, ihre Choreos und einfach weil ich sie unglaublich toll finde.

Auch zu meinen Vorbildern gehören diverse Instagramer, die ich unglaublich toll finde und einfach nur inspirierend. Darunter zählen unter anderem Sandra (@_sandra.h_), Sina (@miss.lunatic.bb), Gianna (@giannasophie) oder auch Steffi (@stephanie_peter_).

Sie motivieren mich ungemein, was Tricks und Flexibilität anbelangt.

Zu den Social People auf Instagram oder YouTube kann man hier auch Julia Wahl oder Lea Roth aufzählen.

Nicht zu vergessen, kann ich auch hier meine liebe Trainerin Wiebke Schröder erwähnen, die eine absolute Powerfrau ist und jede Pole-Stunde zu einem Highlight macht mit ihrer Art!

 

Was treibt dich beim Training an?

Eindeutig der Ehrgeiz und meine Ziele, die oftmals unerreichbar erscheinen.

Auch natürlich das Miteinandersein und Training mit wundervollen Leuten, die ich in dieser Zeit kennenlernen durfte.

Oftmals aber auch die Musik, die zum Träumen einlädt oder besser gesagt zum Auspowern.

 

Hast du ein Motto, wie du dich Motivieren kannst bzw. wie du andere motivierst?

So ein richtiges Motto habe ich nicht, aber oftmals sage ich mir „Ohne Fleiß kein Preis!“. Denn dieses beschreibt mich am meisten und am ehesten. Ohne diversen Ehrgeiz und Geduld haut bei mir persönlich nicht sehr viel hin. Ich musste schon irgendwie immer alles erkämpfen und mir ist nicht alles in den Schoss gefallen, was ich auf Anhieb konnte. Dies ist manchmal etwas entmutigend und demotivierend, aber man hat mit der Zeit gelernt, wie man damit umgehen sollte.

 

Hat dich schon mal etwas sehr frustriert am Pole?

Frust ist öfters mal ein Thema bei mir und wird auch ziemlich großgeschrieben.
Angefangen von der Flexibilität bis hin zu diversen Pole-Tricks.
Oftmals lasse ich mich dann auch herunterziehen von meinem Ehrgeiz, der dass nicht bekommen hat, was er sich eigentlich vorgestellt hat...

 

Hast du dich schon einmal sehr verletzt sodass du dein Training ausfallen lassen musstest bzw. eine Pause einlegen musstest?
Beim Training zum Glück noch nie. Manchmal zu sehr gedehnt, dass es dann beim nächsten Mal etwas wehtut, aber dann es beim darauffolgenden Mal wiedergeht.
Im November 2016 bin ich unpässlich gestürzt, sodass ich mir mein linkes Handgelenkt geprellt habe und mir einen kleinen Kapselriss zugezogen habe. Somit durfte ich erst einmal 1.5 Wochen pausieren, was mir extremst schwer gefallen ist. Vor allem wenn man tagtäglich seine Pole im Wohnzimmer stehen sieht... Die Pause tat aber meiner Hand gut, sodass ich zwar immer noch ein paar Probleme bei Handständen oder Liegestütze habe, aber größtenteils kann ich wie gewohnt mein Training absolvieren.

 Nenne deinen absoluten Lieblingstrick!

Ich finde viele Tricks wunderbar und hübsch anzusehen.
Persönlich liebe ich aber alles, was in Richtung Laybacks und Leghangs geht.
Einen absoluten Lieblingstrick habe ich aber nicht. Wenn sie klappen, sind sie alle schön!

 

An welchem Pole Trick arbeitest du gerade?

Da gibt es reichlich. Angefangen vom Inside Leghang, der nur ab und zu klappen möchte bishin zum Cupid, der für mich ein Rätsel aufweist. Der Sidesuperman ist auch ein Fall für sich!

 

Wie bringst du dir neue Tricks bei?

Unterschiedlich.

Im Studio lernen wir diverse Tricks, die unserem Level entsprechen. Tricks, die dann auch in die Choreographie eingebaut werden.

Zu hause habe ich diverse Bücher wie zum Beispiel das „Poledance Paisson“ Buch, wo eigentlich ganz nett erklärt ist wie man in den Trick hereinkommt.

Zur Not hat man noch YouTube mit tollen Tutorials.

 

Und welcher Trick hat dich zur Weißglut gebracht?

Irgendwie alle. Durch viele Wiederholungen kommt dann doch die Routine herein.
Am lästigsten finde ich aber den Cupid. Die Technik ist klar, aber an der Ausführung hapert es gewaltig. Ich kann einfach nicht mein Becken anklappen, dass ich an der Stange halte.

Außerdem finde ich ihn extremst unangenehm, wenn man schon keine wirkliche Flexibilität hat...

 

Wie lange hast du ungefähr gebraucht bis er halbwegs gesessen hat?

Ich arbeite immer noch dran. Sollte aber öfters den mal versuchen im Training...

Es gibt dann natürlich hübschere und angenehmere Tricks, die auf einen warten!

 Wie sieht für dich der perfekte Pole-Tag aus?

Schön lange ausschlafen, ein gemeinsames Frühstück, ein schönes Warmup zu der Musik die Laune macht. Pole Tricks ausprobieren, die man schon kennt und vielleicht auch neue Tricks mal ausprobieren. Sich filmen, sich analysieren und immer wieder versuchen bis man nicht mehr kann.
Glücklich und zufrieden auf die Crashmatte fallen und den Tag ausklingen lassen mit dem Liebsten.

 

Hast du schon einmal an einem Wettkampf/Meisterschaft/Contest/etc teilgenommen?
Wenn nein, würdest du an einem teilnehmen?

Nein, ich habe noch nie an einem Wettkampf mitgemacht.
Das Einzige, wo ich mal vorgetanzt habe, sind die regelmäßigen Aufführungen, die im Redlight Dance stattfinden.
Sonst habe ich aber auch schon mal vorgetanzt für ein Team-Pole-Casting für den „Steel on Fire“. Habe aber meine Bewerbung zurückgezogen, da ich bammel hatte vor dem Versagen.

Deshalb denke ich, dass ich niemals an einem Wettkampf teilnehmen werde, da ich derbe aufgeregt sein werde.

Total Panik zu haben sich zu blammieren, weil man noch nicht so gut ist oder abzurutschen.

 

Umstrittenes Thema! Was hälst du von Pole Dance für Kinder?

Ich finde es generell nicht schlimm.
So lange wie es der Wunsch der Kinder ist und nicht der der Eltern, ist alles in Ordnung.

Pole Dance und auch andere Sportarten fördern die Beweglichkeit und die Ausdauer, sogar das Musikverständnis.
Solange wie man Pole Dance und Kinder nicht in Form von Exotik und Erotik wie diverse Bodywaves verbindet, finde ich das im Großen und Ganzen völlig in Ordnung!

 

Du bist bei Instagram sehr aktiv!
Was beeinflusst dich auf dieser Plattform zu posten?

Ich finde das Feedback, was man bei Instagram bekommt von anderen Gleichgesinnten einfach nur unglaublich toll und motivierend.

Ich habe noch nie schlechte Erfahrungen auf Instagram gemacht wie zum Beispiel auf Facebook.
Durch die Anonymität im Internet kann man leider viel schreiben und auch verletzen.

 

Was denkst du, bist du eine Art Vorbildfunktion für manche Instagramer oder auch andere Personen?

Ich glaube nicht, dafür bin ich einfach noch zu schlecht oder besser gesagt zu unerfahren um als Vorbildfunktion zu dienen.
Aber es macht Spaß seine Fortschritte zu teilen und dafür etwas „Anerkennung“ zu bekommen.

Was sagen deine Familie/Freunde/Bekannte zu deiner Leidenschaft?
Unterstützen sie dich bei deinem Sport?
Wie haben sie es damals aufgenommen als du es ihnen erzählt hast?

Meine Familie und Bekannte/Freunde finden es super, dass ich das mache.
Sie unterstützen mich auch total – vor allem meine Eltern und mein Freund.

Ohne sie könnte ich nicht so viel realisieren.
Meine Eltern zum Beispiel – vor allem mein Papa ist dieses Jahr mit meinem Freund losgefahren um mir meine Trainingsspiegel zu kaufen und sie anschließend aufzuhängen.

Auch mein Freund hat viel Verständnis für meinen Sport. Ich bin öfters im Studio oder zu hause und somit habe ich manchmal nicht so viel Zeit für ihn wie ich gern hätte.
Er sieht es sportlich und zockt dann meistens mit seinen Kumpels.

Meine Eltern haben es aber damals erst etwas komisch aufgenommen, da sie gleich mich im Rotlicht-Milieu gesehen haben. Mein Papa hat sogar gefragt, ob ich bei meinem Arbeitgeber zu schlecht verdiene... Aber als ich ihnen ans Herz gelegt habe sich das ganze mal bei YouTube anzusehen – vor allem Karo Swen – waren sämtliche Vorurteile verschwunden und sie waren begeistert.

Manchmal bekommt man komische Blicke, wenn man erzählt, dass man Pole Dance betreibt. Manche wissen nicht, was es ist oder manche blocken gleich ab – so ist das Leben!

Manche sind auch so stur, dass sie sich „bekehren“ lassen wollen und sehen den Sport als Powackeln an...
Von meinen Kollegen bekomme ich auch öfters mal ein paar Spitzen in Form von Kommentare, aber das stört mich schon lange nicht mehr. Ich denke mir persönlich dann immer, dass jeder seine Hobbys hat, die man doch so akzeptieren sollte wie sie sind.
Hast du schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht?

So richtig schlechte Erfahrungen nicht. Höchstens mal dumme Kommentare, die jeder schon mal in irgendeiner Form zu spüren bekommen hat.
Ich wurde aber schon mal bei Instagram als „Fetter Elefant“ bezeichnet, was ich sehr nett fand von der Person...

 

Vorurteile sind leider keine Seltenheit beim Pole Dance.
Mit welchen Vorurteilen wurdest du schon einmal konfrontiert?

Angefangen von den typischen Fragen ob ich damit mein Geld verdiene oder diverse Fragen, was ich mir darunter erhoffe, habe ich noch nie wirklich schlimmere Vorurteile bekommen.

Außer halt von irgendwelchen Typen, die meinen dass sie es geil finden und sie sich wünschten mit meinem Freund zu tauschen.

 

Chrom / Edelstahl / Messing / Puderbeschichtet oder lieber Silikon?

40 / 45 oder 50 mm?

Im Studio: Chrom und 45 mm

Bei mir zu hause: Messing und ebenfalls 45 mm

 

Auf welches Gripmittel schwörst du?

Gripmittel sind so eine Sache bei mir.

Zu hause komme ich mit Rasierschaum und Beal Pure Grip Liquid ganz gut klar.

Im Studio wechsel ich immer zwischen Rasierschaum und Dry Hands.

Auch ist es ja die eine Sache mit der Körperpflege im Alltag.
Ich neige zu sehr trockener Haut, sodass ich mich immer nach dem Duschen eincremen muss. Bodylotions oder Körperbutter kann ich vergessen, da ich dann definitiv nicht an der Pole halten werden den nächsten Tag.

Damals habe ich einen wunderbaren Typ von meiner lieben Sandra bekommen, die mir von Balea das „Body Gelee“ empfohlen hat. Das nährt die Haut und lässt sie nicht austrocknen, aber man hat super Grip an der Pole, da es keine wirklichen Öle beinhaltet. Dies war aber leider nur eine Sonderedition von Balea sodass es das Gelee in dieser Form nicht mehr gibt.
Zum Glück hat aber der Body Shop ein Sorbet, was dem Gelee sehr ähnelt.

Leider ist es ziemlich preisintensiv mit 13 Euro... aber sie hilft – und das ist doch die Hauptsache.
Ich will nicht rutschen und mir irgendwas schlimmes tun!

 

Wenn du eine Stange zu Hause hast.

Wie hast du deinen Pole-Bereich eingerichtet?

Wann hast du den Entschluss gefasst dir einen eigenen Bereich zu erschaffen?

Der Entschluss kam sehr frühzeitig. Wo ich angefangen habe – 2015 – musste auch eine Stange her. Am Anfang habe ich mit einer Chrom trainiert, kam aber dann absolut nicht mehr zurecht, sodass ich mich entschlossen habe das Material zu wechseln. Ich habe dann mir eine Xpole Brass zugelegt, die ist aus Messing und ich liebe sie sehr. Sie sieht nicht nur gut aus sondern ich habe zu hause besseren Grip für Pole-Tricks.
Wir wohnen in einer 3-Raum Wohnung und irgendwie war im Schlafzimmer und Gäste-/Arbeitszimmer kein wirklicher Platz, sodass das Wohnzimmer nur übrig blieb. Dank 25 qm und perfekten Schnitt konnte ich mir dort eine kleine Pole-Ecke erschaffen. Schön mit Crashmatte in der Ecke, diversen Hilfsmittteln wie Deuserband, Yogablocks oder Yogawheel und natürlich den Trainingsspiegeln an der Wand.
Näheres wird es aber in meinem nächsten Beitrag „Pole Equipment“ geben. Dort gehe ich auf meine ganzen Sachen genauer ein...

Was hälst du von Aerial Silk oder Aerial Hoop?

Schon mal ausprobiert?

Wenn ja, wie hat es dir gefallen?

Aerial Silk habe ich noch nicht persönlich ausprobiert, dafür aber Aerial Yoga und Aerial Hoop.

Ich denke, dass Aerial Silk extrem schwierig und kompliziert ist, da man sich ja sozusagen mehr als verknoten kann. Aber wer es kann und betreibt, sieht es extremst genial und fazinierend aus.
Beides - Aerial Yoga und Aerial Hoop - hat mich extremst begeistert.

Aerial Yoga kann man draußen perfekt bei schönem Wetter machen und auch Aerial Hoop (wenn man denn einen Hoop besitzt).
Ab Mitte Januar 2017 wird auch Aerial Hoop im Redlightdance angeboten.
Ich habe meinen Vertrag aufgestockt auf 3mal die Woche, sodass ich einmal die Woche auch in den Genuss von Aerial Hoop kommen darf.

 

Wenn du im Lotto gewinnen würdest, was würdest du dir davon als erstes leisten?

Ganz klar, ich würde ein Haus bauen mit einem wundervollen Grundstück!

Die eigenen Vierwände sind so ein kleiner Traum von Matze und mir.
Und dann wüsste ich sofort, dass ich mir einen eigenen Raum einrichten würde für Pole Dance und Aerial Hoop und Yoga.

Und meine Eltern sollen dann natürlich auch was abbekommen! Sozusagen etwas zurückgeben, was sie für mich jetzt bereits getan haben...

 

Hast du Ziele für 2017?

Ohja! Ich möchte unbedingt flexibler werden – vor allem möchte ich endlich den Frauenspagat schaffen. Ich werde meinen inneren Schweinehund überwinden und mich täglich dehnen.

Auf jeden Fall hoffe ich auf viele tolle neue Tricks.

Ich habe mir auch für das Jahr 2017 vorgenommen mehr zu reisen. Zu reisen in andere Städte um da andere Pole Studios zu besuchen. Um mal zu sehen, wie die so ihren Unterricht gestalten.

Sonst privat wünsche ich mir, dass es so ist wie in dem Jahr 2016.

Obwohl: ich werde auch versuchen meine Ernährung und mein Lebensbewusstsein etwas positiver zu gestalten.

 

Was hälst du von Pole-Camps?

Schon einmal eins besucht?

Wenn nein, planst du es vielleicht?

Pole-Camps finde ich klasse. Man lernt neue Tricks und neue Leute kennen.

Persönlich war ich noch nie in einem, aber ich plane eins zu besuchen mit meiner lieben Lydia. Wir wollen gerne in das Kroatien Pole Camp. Ich hoffe, dass das alles so wird wie es geplant ist.

 

Wenn du dein bisheriges Leben beschreiben würdest, wie würden deine persönlichen Highlights (und vielleicht auch deine Hürden) in Pole Tricks aussehen?

Mein Leben lief eigentlich bis jetzt ganz gut.

Ich hatte bis jetzt noch keine wirklichen Probleme.

Ich bin gesund, habe eine tolle Familie, einen wundervollen und verständnisvollen Freund, der mich in allem unterstützt und für mich immer da ist.

Ich denke, es wäre ein wundervolles Lied, was definitiv nach guter Laune schreit.

Es wäre „Dancing with myself“ von Billy Idol. Mit vielen wundervollen dynamischen Spins und diversen kraftvollen Tricks, die man bereits im Schlaf kann.

Oder auch ein Lied mit etwas Melancholie - vielleicht ein Lied von HIM oder Placebo.

 Kontakt:

                https://www.instagram.com/pole.love.photoart/
                https://www.pole-love-photoart.de

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Elisa Weiß

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