Lena (@leluna_dancer)

August 10, 2017

Hallo Lena!

Danke, dass du dir die Zeit nimmst und dir meine Fragen vornimmst, sie zu lesen und zu beantworten.

Bevor wir aber mit den Fragen starten, möchte ich dich kurz bitten, dich vorzustellen!

Ich bin Lena, 30, lebe mit meinem Hund in Leipzig und bin eigentlich selbständig als Kunstpädagogin und Künstlerin.

Seit ich aber Pole für mich entdeckt habe, verschiebt sich mein Tätigkeitsfeld immer mehr hin zum Tanz.

Irgendwie ist da extrem viel passiert in den letzten drei Jahren..

 

Wie bist du zum Pole Dance gekommen? Wie bist du darauf aufmerksam geworden?

Nachdem ich extreme Probleme mit meinem Rücken gehabt habe, wusste ich, dass ich Muskelaufbau betreiben muss- und dann war ich auf einem Geburtstag einer Bekannten die selber Poledance lernte und mit drei anderen Mädels dann auf ihrer Feier eine Überraschungs-Show gezeigt hat.

Das war das erste Mal, dass ich so etwas gesehen habe.

Ich weiß noch, dass ich gleichzeitig unheimlich fasziniert von der Ästhetik und Kraft des Tanzes war und andererseits immer dachte „Hilfe, gleich fällt jemand runter“.

Meine Bekannte hat mir dann erzählt, dass sie das auch unterrichtet und da war es um mich geschehen.

Den letzten Anstoß hat dann aber mein Physiotherapeut gegeben, den ich vor einer endgültigen Kurszusage nochmal nach seiner Meinung gefragt habe.

Die Antwort war dann ziemlich eindeutig: „Lena, genau das musst du machen! Das ist die perfekte Rumpf-Stabilisation."

 

Seit wann hat dich das Pole-Fieber gepackt?

Das war im Herbst 2013. Die Poleszene hat sich ja extrem verändert in den letzten Jahren und als ich das damals gelernt habe, konnte ich nach einem Jahr alles, was meine Lehrerin damals konnte. Man muss aber sagen, dass damals der Butterfly, Superman oder Teddy als Profi-Elemente in meiner Gruppe galten.

Danach habe ich, wie die anderen Kursmädels auch, selber weitertrainiert und auch anderen Mädels schon Figuren an der Stange gezeigt. Was meine Entwicklung stark beeinflusst hat, war, dass es ja schon eine ganz kleine Gruppe rund um meine ehemalige Trainerin gab, die schon ab und an aufgetreten sind und da steckte man irgendwie automatisch mit drin!

Meinen ersten Auftritt habe ich nach zwei Monaten an der Stange gehabt-damals war das Highlight meiner Show ein Invert.

Aber dadurch, dass wir einfach regelmäßig selbst organisierte Shows und Aktionen gemacht haben, hat sich da eine feste Gruppe entwickelt. Ein Jahr später haben wir einen Poledance-Verein gegründet: „Poledance Lola Leipzig“, und meine ehemalige Trainerin Sina, die mittlerweile eine enge Freundin ist und ich, haben außerdem beschlossen, ein eigenes kleines Studio aufzubauen.

 

Wie oft trainierst du die Woche?

Drei Tage die Woche unterrichte ich aktuell Poledance.

An einem Tag bin ich im Artistik-Kombinat Leipzig und bin wieder selber Schülerin, was ich sehr genieße. Da lerne ich jetzt seit ein paar Wochen Tuchakrobatik, kann aber auch Lyra, Trapez oder Partnerakrobatik ausprobieren.

Wenn ich für mich an der Stange trainiere, bereite ich mich meistens auf Shows vor, das variiert von der Häufigkeit und Intensität dann je nach Zeitdruck stark.

Leider ist meine Trainingspartnerin nach Hamburg gezogen, sodass mir jetzt Jemand fehlt, der sich mit mir auch nach 21 Uhr, wenn ich meist Zeit habe, um die Stange schwingen möchte.

Ich bin leider eine totale Nachteule!
Wie oft dehnst du dich?

Nach jedem Training versuche ich mich zu dehnen.

Das heißt, dass es unter der Woche ganz gut klappt und dann am Wochenende fällt das Dehnen meistens aus. Leider ist meine Motivation auch manchmal größer als meine körperlichen Möglichkeiten, gerade meine Beine sind scheinbar sehr anfällig für Verletzungen.

Ich ziehe mir leider immer wieder mal Zerrungen und auch kleine Muskelfaserrisse zu.

Ich müsste also zumindest bei der Spagatdehnung einen Schritt zurück machen und meinem Körper erst die Zeit geben zu heilen und zudem auch noch schützende Muskulatur aufzubauen.

Fällt es dir schwer dich zu dehnen?

Dehnen ist zwar manchmal unangenehm, aber ich genieße es auch total.

Ich kann beim Dehnen schon auch mal die Zeit vergessen und bin dann intensiv ein bis zwei Stunden dabei mich zu mobilisieren und zu dehnen.

Ich nutze auch gerne die Möglichkeiten von Faszienrollen, Bällen zur Trigger-Point-Behandlung und Yoga-Utensilien.

An der Regelmäßigkeit hapert es leider noch etwas-ich denke es wäre besser wenn ich nur jeden zweiten Tag dehne, aber dafür durchgehend.

Aktuell habe ich meist drei Tage Pause und vier Tage am Stück intensives Dehnen.
Wie viel Zeit steckst du in dein Training (Pole/Stretching)?

Meist vergesse ich die Zeit wenn ich im Training stecke.

Wenn ich nach meinen Kursen noch im Studio bleibe, vergehen oft nochmal drei oder vier Stunden, was bedeutet, dass ich meistens erst gegen Mitternacht nach Hause komme.

Dieses Jahr hab ich allerdings krankheitstechnisch und verletzungstechnisch gefühlt alles mitgenommen, was möglich ist, sodass ich eigentlich mehr mit Regeneration wie mit Fortschritten beschäftigt war.

Viel Zeit investiere ich in meine Bühnennummern, bei denen ich oftmals versuche eine Geschichte zu erzählen.

Teil dieses „Gesamtkunstwerkes“ ist neben der Choreografie und der Musik auch ein teilweise sehr aufwendiges, selbst gestaltetes Kostüm.

Ich hatte schon Auftritte in verschiedensten Rollen, wie zum Beispiel als Mistelzweig, Reh, Wichtel, Besessene, Vodoo-Priesterin, Meerjungfrau, Geist oder als Nacht.

Wie ist dein Training aufgebaut?

Aufwärmen, Übungen zum Kraftaufbau, dann tanze ich die Stange warm und dann versuche ich mich an Pole-Tricks oder Kombinationen.

Zum Abschluss dehne ich mich noch aus.

An manchen Tagen merke ich aber auch, dass mein Körper sich bestimmten Sachen verweigert und versuche dann auch nett zu mir zu sein!

Dann rolle ich mich eben nur über den Boden oder dehne mich nur leicht aus.

Studiogänger oder Selbstbeigebracht?

Im ersten Jahr hatte ich Unterricht, danach hab ich mir versucht Dinge selber beizubringen.

Heute sind ja durch Youtube, Facebook und Instagram sehr viele Möglichkeiten gegeben sich Anregungen zu holen.

Ich liebe es auch einfach nur um die Stange zu tanzen und die Musik zu fühlen.

Ab und an mache ich einen Workshop mit oder versuche auch Reisen in andere Städte zu nutzen und mir Inspiration aus anderen Studios, Tänzerinnen oder komplett anderen künstlerischen Bereichen zu holen.
Studio: Erzähle kurz den Trainingsaufbau im Studio!

Wie heißt das Studio in dem du trainierst?

Was hälst du vom selbstbeibringen im Pole Sport?

Selbst: Über welche Medien beigebracht?

Mit einer Freundin betreibe ich ein eigenes kleines Studio, das sich Aerial Circus nennt. Wenn ich frei trainiere bereite ich oft eine Show vor, bei denen ich versuche zunächst emotional an meine Bühnenfigur zu gehen und Bewegungen zu finden, die meinem Gefühl am Besten entsprechen.

Das Stück entwickelt sich so meist nach und nach.

Wenn ich keine anstehenden Auftritte habe, besteht mein Training aus einer Mischung von freiem Tanz, Wiederholung von alten Figuren und Kombinationen und dem Austesten von neuen Elementen.

Für neue Trainingsinhalte nutze ich als Inspiration hauptsächlich Facebook, Youtube und Instagram.

Meiner Meinung bringt das eigenständige Training natürlich Vorteile mit sich, da die Inhalte selbst gewählt werden können und sich so der persönliche Tanzstil unabhängig und freier entwickelt.

Jeder Körper bietet andere Voraussetzungen und Potentiale, die sich oft im Selbststudium am besten entfalten können.

Mir fehlt es allerdings sehr, wieder Schülerin sein zu können.

Manchmal ist es eben doch besser jemanden zu haben, der einem Hilfestellung gibt und auch motivieren kann, außerhalb der eigenen Komfortzone Fortschritte machen zu können.

 

Gehst du noch zusätzlich in ein Fitnessstudio oder betreibst du noch andere Sportarten?

Ich bin in einem Fitnessstudio angemeldet, das ich phasenweise auch noch zwei bis dreimal die Woche zusätzlich genutzt habe.

Hier habe ich Krafttraining gemacht, aber auch gerne Pilates oder längere Stretchingeinheiten.

In den letzten Monaten habe ich aber leider kaum Zeit gefunden und da ich jetzt auch noch Tuchakrobatik angefangen habe, hat das mit mir und dem Fitnessstudio wohl keine Zukunft...

Aber grundsätzlich kann man sagen, dass ich alles was mich beim Tanzen weiterbringt, erst mal interessant finde!

Was fasziniert dich am Pole?

Ich war vom ersten Augenblick verzaubert.

Ich finde es faszinierend, was der menschliche Körper alles kann.

Die Bewegungen, Kraft, das Besiegen von physikalischen Regeln und die Möglichkeiten der Kommunikation durch Tanz, fallen mir da ein.

Tanzen ist außerdem Ausdruck.

Ich sehe mich als Tänzerin, nicht nur als Sportlerin.

Wettbewerb ist etwas, das ich oft als hinderlich empfinde in den Polestudios.

Ich finde es unheimlich schade, wenn durch Konkurrenz und Vergleiche der eigene Spaß zu Grunde geht.

Der wichtigste Grund warum ich Poledance verfallen bin, ist aber ein einfacher: es macht mich einfach glücklich.

Ich tanze nur für mich.

Und diese Leidenschaft hilft mir natürlich auch, mich weiter zu entwickeln und stärker zu werden.

Ich habe oft das Gefühl dass ich erst ganz am Anfang stehe (gerade wenn man sich mit anderen Profitänzern vergleicht) aber ich bin mir sicher es ist der richtige Weg.

Etwas, was ich an vielen meiner Schülerinnen und Freundinnen sehe ist: Pole macht stark, physikalisch und psychisch.

Wenn ich meine Liebe zu Pole weitergeben kann, macht mich das natürlich glücklich - ich liebe meinen Trainerjob, aber ich weiß, selbst wenn mich niemand sehen würde, ich würde trotzdem tanzen.

 

Choreographie, Freestyler oder lieber Pole Tricks?

Alles gut, aber wenn ich mich entscheiden muss, dann wähle ich Freestyle.
Highheels oder lieber doch barfuss?

In 95 Prozent der Trainingszeit tanze ich barfuß.

Ab und an packe ich allerdings die High Heels aus und freue mich darüber, wie groß ich mit meinen Schuhen bin.

Ich liebe auch den russischen Exotik Pole-Stil und Tänzerinnen wie Olga Koda, Eva Bembo oder Anastasia Fly.

Aber im Grunde bevorzuge ich das barfuß tanzen, weil ich mich so viel freier bewegen kann.

 

Hast du Vorbilder, die dich bei deinem Sport inspirieren?

Nenne bitte mindestens ein Vorbild und schreibe kurz, was dich an ihm fasziniert.

Marlo Fisken liebe ich für das Fließende in ihren Bewegungen.

Auch Marion Crampe hat einen unheimlich schönen und emotionalen Tanzstil.

Auch Phoenix Kazree, Cyd Sailer, Olimpia Borges oder Anna Maaija Nyman begeistern mich in der Hinsicht jedes Mal.

Völlig verrückt finde ich auch was Sasja Lee oder Bethany Finlay an der Stange machen. Es gibt so viele fantastische Tänzer!

Was treibt dich beim Training an?

Die Lust an der Bewegung, die Faszination die Möglichkeiten des menschlichen Körpers zu entdecken, das Adrenalin, das immer wieder pusht..

 

Hast du ein Motto, wie du dich Motivieren kannst bzw. wie du andere motivierst?

Eigentlich nicht.

Jetzt könnte ich mir hier natürlich einen klugen Satz ausdenken, aber letztendlich ist das alles für mich eine Reise, bei der ich gefühlt noch ganz am Anfang stehe.

Je mehr ich in das Tanzen eintauche, desto mehr Möglichkeiten und Wege zeigen sich da auf.

 

Hat dich schon mal etwas sehr frustriert am Pole?

Naja, der Schmerz ist schon gemein bei bestimmten Elementen.

Man muss schon ein bisschen Lust darauf haben sich so zu quälen...

Aber was mich eher frustriert, ist dass mein Körper manchmal noch nicht so will, wie ich!

 

Hast du dich schon einmal sehr verletzt sodass du dein Training ausfallen lassen musstest bzw. eine Pause einlegen musstest?

Ja, das kam vor.

Ich habe mir im Februar 2016 bei einem Spagat-Stretching-Workshop einen heftigen Muskelfaserriss zugezogen, bei dem drei verschiedene Oberschenkelmuskeln betroffen waren.

Das hat mich danach wochenlang stillgelegt und danach war mein Spagat wieder 30 cm weiter vom Boden weg. Bis heute spüre ich die Verletzung und hab immer das Gefühl es könnte Alles jederzeit reißen, wenn ich versuche intensiv in bestimmte Dehnungen zu gehen.

Auch im ersten Jahr hat mir mein Körper immer wieder Grenzen gezeigt.

Ich hatte eigentlich durchgehend Schmerzen in den Handgelenken und hab so bestimmte Dinge weitestgehend vermieden.

Bei Stützgriffen beispielsweise bin ich mittlerweile auch bei meinen Schülern extrem vorsichtig und versuche meine Erfahrungen dann auch entsprechend weiter zu geben und das Training dahingehend anzupassen.

Nenne deinen absoluten Lieblingstrick!

Einen direkten Lieblingstrick habe ich nicht, aber ich liebe Teddy-Variationen und Ellenbogen-Elemente.

Ich bin auch definitiv ein Fan von scheinbar magischen Elementen, bei denen sich der Betrachter fragt wie das Halten überhaupt möglich ist.

Die Titanic mag ich zum Beispiel sehr gerne.

 

An welchem Pole Trick arbeitest du gerade?

Bei der Twisted Sister muss ich noch sicherer werden.

Und ich würde unheimlich gerne den Bird of Paradise können.

Da muss ich aber noch an der Schulter-Mobilität arbeiten.

 

Wie bringst du dir neue Tricks bei?

Ich probiere einfach ob die neuen Elemente klappen.

Meist merkt man ja schnell woran es hängt, wenn es noch nicht funktioniert.

Dann arbeite ich eben gezielt an den Bereichen, die noch nicht klappen oder wiederhole den Trick einfach so lange bis er funktioniert.

 

Und welcher Trick hat dich zur Weißglut gebracht?

Den Knee-Hold finde ich unheimlich schmerzhaft.

Da hört man mich dann durchs Studio fluchen, wenn ich mich alle paar Monate mal reinzwinge.

 

Wie lange hast du ungefähr gebraucht bis er halbwegs gesessen hat?

Bis er geklappt hat, hat es bestimmt mindestens ein halbes Jahr gedauert.

Da mich zu Beginn Schmerzen abgehalten haben, habe ich den damals schnell zur Seite gelegt und mich lieber mit Elementen beschäftigt die mir leichter gefallen sind.

Der Knee Hold funktioniert zwar heute, aber er tut eben immer noch extrem weh. Irgendwann zwinge ich mich, den in eine Show reinzunehmen und dann übe ich den bis zum erbrechen, bzw. so lange, bis er sich nicht mehr so grausam anfühlt!

Wie sieht für dich der perfekte Pole-Tag aus?

Ausschlafen, gutes Frühstück gehören für mich dazu.

Dann würde ich mich mit einem spannenden Kostüm für die Bühne beschäftigen und ab Nachmittags dann ein entspanntes Training mit meinen Pole-Leuten und guter Musik. Wahrscheinlich würde sich das dann bis mindestens Mitternacht ziehen, wenn mich niemand nach Hause scheucht.

 

Hast du schon einmal an einem Wettkampf/Meisterschaft/Contest/etc teilgenommen?

Im April 2016 war ich im Finale vom Crazy Pole Gala Cup in Erfurt im Double.

Das hat großen Spaß gemacht, abgesehen davon, dass sowohl ich als auch meine Partnerin verletzt waren und wir mittlerweile über 400 km voneinander entfernt wohnen.

Die Bedingungen waren entsprechend nicht die Einfachsten.

Wir konnten nur am Wochenende trainieren und das, aufgrund der Verletzungen auch noch ziemlich zurückgenommen.

Trotzdem war es ein tolles Erlebnis und eine Wiederholung ist für mich nicht ausgeschlossen!

Und dieses Jahr habe ich auch beim Crazy Pole Battle teilgenommen.

 

Umstrittenes Thema! Was hälst du von Pole Dance für Kinder?

Hmm grundsätzlich ist das nichts, das ich ablehne.

Die Pole ist ja eigentlich nur eine Metallstange, die zur Bewegung genutzt werden kann. Wie das dann geschieht, ist natürlich dann genauer zu betrachten.

In unserem Studio werden wir das aber wohl erstmal nicht anbieten.

Du bist bei Instagram sehr aktiv!
Was beeinflusst dich auf dieser Plattform zu posten?

Pole und Luftakrobatik nimmt einfach einen großen Teil meines Lebens ein und ist auch finanzieller Baustein.

So ist das sowohl Job als auch meine Leidenschaft.

Dadurch, dass ich auch vorher schon selbstständig war, habe ich ziemlich schnell Privates und Pole getrennt.

Durch diese Trennung kann ich jetzt hemmungslos all das teilen, was mich selber auch begeistert!

 

Was denkst du, bist du eine Art Vorbildfunktion für manche Instagramer oder auch andere Personen?

Das würde ich jetzt nicht von mir behaupten, aber ich denke, dass Pole in Kombinationen mit aufwendigen, selbst hergestellten Kostümen doch ganz spannend ist.

Und ich darf immer wieder tolle Kooperationen mit Fotografen, Modedesignern und Künstlern eingehen, bei denen dann auch entsprechend vielfältiges Bildmaterial entsteht. Auf meiner Seite findet man also eine große Bandbreite - von Mode-oder Lightpaintingshootings, Performances, Videoaufnahmen im Studio bis zu Urban-Pole-Shootings.

 

Was sagen deine Familie/Freunde/Bekannte zu deiner Leidenschaft?

Meine Mutter macht sich auch immer noch Sorgen, dass ich meinen Masterabschluss im Kunstbereich nicht ordentlich einsetze, und bei Leuten, die sich nicht richtig damit beschäftigen merke ich schon noch oft Vorurteile, wenn ich über Pole spreche.

Die Leidenschaft, die aber hinter meinem Tanz steckt, kann man jedoch nicht verleugnen und die meisten Leute freuen sich auch mit mir oder sind stolz.

Bei unserem Studioumbau haben meine Familie und auch Freunde richtig viel geholfen, was unheimlich toll war!

Wie haben sie es damals aufgenommen als du es ihnen erzählt hast? Unterstützen sie dich bei deinem Sport?
Hast du schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht?

Die ersten Monate habe ich das gar nicht allen Leuten erzählt, nur der engste Kreis wusste von meinem neuen Hobby.

Aber dann wurde das immer wichtiger in meinem Leben und mittlerweile sage ich auch gerade aus, wovon ich lebe.

Ist eben nur immer anstrengend, wenn man den Leuten dann das immer nochmals genau definieren muss.

Aber auf der anderen Seite ist es natürlich auch, trotz ansteigender Popularität, immer noch nichts, was die große Masse der Bevölkerung macht.

Und das finde ich auch gut so!

 

Vorurteile sind leider keine Seltenheit beim Pole Dance.

Mit welchen Vorurteilen wurdest du schon einmal konfrontiert?

Das übliche: „ Stripper“, „ausziehen“, „Film“, „Geldknappheit“ und natürlich dass man es für die Männer macht.

Dass das vollkommender Blödsinn ist, muss ich hier ja zum Glück mal nicht erklären.

Chrom / Edelstahlt / Messing / Puderbeschichtet oder lieber Silikon?

40 / 45 oder 50 mm?

Angefangen habe ich tatsächlich auf einer 36 mm Selbstbaustange.

Die Umstellung auf 40 mm war dann schon eine riesige Herausforderung.

Heute trainiere ich meist an einer 45 mm Chrom Stange.

Messing finde ich aber auch toll, Silikon habe ich noch nicht ausprobiert.

 

Auf welches Gripmittel schwörst du?

Ich habe verschiedene Mittel ausprobiert, aber letztendlich versuche ich einfach so viel Kraft zu entwickeln, dass man nicht mehr auf Gripmittel angewiesen ist.

Meine schwitzigen Hände spielen da leider aktuell oft noch nicht so mit, dass es ohne Hilfsmittel geht aber ich versuche so wenig wie möglich zu nutzen.

Nur bei gefährlichen Elementen oder vor Shows benutze ich gerne Dry Hands.

 

Wenn du eine Stange zu Hause hast. Wie hast du deinen Pole-Bereich eingerichtet? Wann hast du den Entschluss gefasst dir einen eigenen Bereich zu erschaffen?

Da ich ja ein kleines Studio habe, steht meine Stange mittlerweile dort.

Da passt der Boden, die Spiegel, es gibt Matten sowie Übungsmittel zum Kraft trainieren oder Dehnen.

 

Was hälst du von Aerial Silk oder Aerial Hoop?

Ich lerne auch Aerial Silk und probiere mich ab und an am Trapez.

Aerial Hoop habe ich bisher nur ein Mal getestet.

Aber Poledance wird mein Hauptbereich bleiben, da bin ich mir ziemlich sicher.

Wenn du im Lotto gewinnen würdest, was würdest du dir davon als erstes leisten?

Ich war schon unheimlich lange nicht mehr auf einer großen Reise und würde diese Leidenschaft entsprechend gerne mit meiner Leidenschaft für Pole verbinden.

Das heißt es würde wohl auf ein tolles Polecamp am Meer mit anschließender Rucksackreise rauslaufen.

 

Hast du Ziele für 2017?

Ich möchte endlich wieder verletzungsfrei trainieren können, viele tolle neue Aktionen mit meiner Pole-Family machen und auch gerne noch mehr größere Auftritte absolvieren. Optimal wäre es, wenn ich zukünftig nur noch Akzeptanz von Pole als Performance Art erleben dürfte.

 

Was hälst du von Pole-Camps?

Wenn nein, planst du es vielleicht?

Das klingt immer unheimlich traumhaft aber leider gerade finanziell nicht so einfach möglich..

 

Wenn du dein bisheriges Leben beschreiben würdest, wie würden deine persönlichen Highlights (und vielleicht auch deine Hürden) in Pole Tricks aussehen?

Mein Leben fühlt sich verrückt, intensiv und emotional an.

Alles scheint irgendwie gerade im Umbruch zu sein.

Von daher würde mein Leben in einem Tanz ausgedrückt eine Mischung aus aus magischen oder unreallen Momenten, mit Figuren wie der Titanic oder Splits wie z. B. den Machine Gun oder dem Russian Split, visuell scheinbar waghalsigen Aktionen (Russian Layback, Cupid, Teddyvarianten), sowie Drops sein (Nosecracker, Yogini zu Drama Queen, ect.). Auch Spins und Bodenelemente finde ich in einer Performance wichtig und schön.

Die Zwischenelemente oder eben auch der Weg zu einem Highlight /Element sind für mich genauso wichtig wie das Element an sich.

Ich habe gemerkt, dass meine Emotionen, die während der Ausarbeitung in mir herrschen, viele meiner Auftritte beeinflussen...

Das fängt schon bei der Musikwahl an und zeigt sich auch bei Kostüm und Bewegungen. Der Tanz ist dann quasi ein unmittelbarer Ausdruck meiner inneren Welten.

Kontakt:

            https://www.leluna-dancer.com

           https://www.instagram.com/leluna_dancer/
 

 

 

 

 

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Elisa Weiß

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