1. Polecamp Rügen (Sky Pole Chemnitz)

October 20, 2017

Hallo meine Lieben,

heute gibt es den langersehnten Beitrag zu dem Polecamp auf Rügen.

Langerseht, weil er eigentlich schon längst fertig sein sollte und ich gefühlt jeden Tag gefragt - egal ob auf Facebook oder Instagram - wurde, wann es denn endlich online geht...

Es tut mir leid, dass ich ihn jetzt erst schreibe, aber irgendwie fehlte die Zeit - und ja - auch die Lust.

Zum Blog schreiben benötige ich wirklich etwas Ruhe.

Ich möchte es nicht zwischen Tür und Angel tätigen...

Lange Rede - kurzer Sinn: hier ist er nun!

 

 

 

Der Beitrag ist ausschließlich aus meiner Betrachtung herausgeschrieben.

Ich werde mich außerdem an einen dreiseitigen (!) Feedbackbogen halten, den jede Teilnehmerin vom Veranstalter, dem SKY POLE Chemnitz erhalten hat und diesen innerhalb einer Woche ausfüllen sollte...

Schon mal hier ein Pluspunkt: Feedback ist gut und somit kann man sich auch weiterentwickeln - sehr gut!

 

 

 

 

Das Polecamp liegt nun schon ein paar Tage/Wochen zurück.

In diesen Tagen habe ich wirklich einige AHA-Effekte gehabt und Neues dazu gelernt.

Ich kam definitiv an eine Schmerzgrenze, die ich noch mehrere Tage danach gespürt und gesehen habe.

Alles in Form von Muskelkater, harter Muskulatur und natürlich reichlich blauen Flecken...
Bis jetzt fehlte auch etwas die Zeit alles erlernte nachzutrainieren - zum Glück durften wir reichlich Videos machen, damit der einzelne Trick/Combo nicht in Vergessenheit gerät.

 

Das Polecamp Rügen fand vom 29. September bis 02. Oktober diesen Jahres statt und wurde von dem Polestudio SKY POLE aus Chemnitz organisiert und veranstaltet.

Ziemlich am hinteren Zipfel von Rügen, genau genommen in Juliusruh/Breege.

Ein Besuch auf einem Polecamp wurde bereits von mir entschieden und festgelegt in meinen persönlichen 2017-Zielen.
Einmal wollte ich eins mitmachen und miterleben um zu sehen, ob mir sowas überhaupt gefällt bevor ich vielleicht mal eins außerhalb Deutschlands besuchen möchte...
Es gibt ja viele Polecamps - in Deutschland und auch weltweit.
Ich fand es auch ziemlich schwer das passende zu finden.
Das passende in der Form, dass man nicht demotiviert nach Hause kommt, weil es einfach zu schwer und Hardcore war!
Das man nach Hause kommt mit dem Gefühl etwas gelernt und mitgenommen zu haben.
Ein Polecamp wo es keine 200 Teilnehmer gibt!

Auch der Preis war extremst variabel und die Preisspanne hielt sich zwischen 500 €uro und 1500 €uro...

Auf dieses Polecamp auf Rügen wurde ich eher zufällig hingewiesen.
In der Facebook-Gruppe "Poledance Germany" wurde Anfang des Jahres eine Polesilkhalterung durch das SKY POLE verkauft.

Nach der Kaufabwicklung schrieb mich die Anne an und informierte mich über ein Polecamp.

Da es eher ein kleines Polecamp werden sollte, fand ich dies sehr interessant.

Anne hat es mir auch sehr gut verkauft und sämtliche meiner Fragen bereits im Vorfeld beantwortet.
Mir das Konzept nahe gebracht und mich überzeugt.

Also habe ich es gebucht!

Gebucht wurde alles über die SKY POLE Homepage indem man diverse Daten ausfüllen und das Paket auswählen musste.

Dabei gab es drei Optionen:

1. Hotelzimmer Alleine (ich glaube 850 €uro)

2. Hotelzimmer mit einer weiteren Polerina (750 €uro)

3. Hotelzimmer mit Partner (ich glaube 1300 €uro)

Ich wählte die "günstigere" Variante und fragte somit in meinem Freundschafts-/Bekanntenkreis herum, ob mich jemand begleiten wollen würde.
Wie es aber nun mal ist: alles zu teuer!

Aber vorher haben sich viele gemeldet... (Heiße Luft und nichts dahinter - ganz ehrlich!)
Also fuhr ich alleine und ließ mich mit einer "Fremden" in ein Zimmer sperren!

Als ich darüber immer mehr nachdachte, empfand ich es nicht mehr als störend, denn niemand wäre da, der mich vielleicht ablenkt oder mit seiner nicht vorhandenen Motivation herunterziehen würde...

Bei der Anmeldung sollte man ebenfalls das bevorzugte Gruppenlevel - Beginner/Fortgeschritten oder Fortgeschritten/Profi - auswählen.

Erst wählte ich (ganz sportlich) Fortgeschritten/Profi, da mir keine richtigen Tricks genannt werden konnte, die auch dort vorrausgesetzt wurden.

Da ich mich aber dann in einem absoluten Poletief und Poledepression befand, fragte ich nochmal nach, ob ich wechseln könnte.

Dies ging reibungslos!

Perfekt für mich und auch mein Glück...

Nach der Buchung sollte man zuerst eine Anzahlung von 300 €uro leisten, damit der Platz gebucht ist!

Die restlichen 450 €uro (plus zzgl. 6 €uro Kurtaxe) wurden ca. 10 Wochen vor dem Polecamp fällig.
Die AGBs waren leider etwas versteckt auf der offiziellen
Polecamp Homepage

Falls man aus gesundheitlichen Gründen nicht am Polecamp teilnehmen konnte, musste man eine Bearbeitungsgebühr von 50 €uro zusätzlich leisten und bekam absolut nichts erstattet!

Entweder die Anzahlung oder der komplette Preis wurden also einbehalten.
Ebenfalls fand ich es skuril, eine Bearbeitungsgebühr für einen wahrscheinlich neuen Teilnehmerplatz zu verlangen...

Klar, wenn es ein paar Tage vorher ist, verstehe ich dies oder wenn man jemand anders dafür hinschickt und somit die Umbuchung Arbeit macht.

Selbst bei gebuchten Hotels kann man immer noch zu bestimmten Zeiten stornieren und man kommt etwas Geld zurück - hier wäre es leider nciht der Fall gewesen.

Es wissen also die Menschen, wie man noch zusätzlich Geld macht, obwohl es schon ein stolzer Preis ist!

Zum Glück trat dieser Fall bei mir nicht auf.
Wobei ich 14 Tage vorher krank geschrieben war und ich innerlich etwas Panik hatte, ob ich es alles schaffe und mir nicht mit dieser Aktion irgendwas schlimmeres weghole.

Als der komplette Betrag überwiesen war, bekam man irgendwann einen Brief mit einem erneuten Anmeldeformular und Unterlagen, die einem helfen sollte für die Planung und Anreise.

Markierte Formulare musste man wieder zurückschicken.

Leider fehlte bei mir die To-Do/Must-Have Liste, wie ich es später erfahren habe...

Dort erfuhr ich auch mit wem ich mein Zimmer teilen sollte.

Der (lieben) Anika schrieb ich sofort bei Facebook um einfach mal "HALLO" zu sagen.
Diese war etwas überrascht, weil sie noch keine Post erhielt.

Was ich positiv empfand, dass Anika war auf den Bildern keine Tussi war und dass sie im MMC Poledance Studio in Merseburg trainiert.
Dieses Studio wird von Melody Aurora geführt und geleitet.

Sie muss also einen sehr sympathischen Charakter haben!
Dies wurde auch bestätigt durch den ziemlich häufigen Schriftwechsel und das sie ebenfalls im Labor arbeitet!

... und schon wieder kommt mein Melody-Aurora-Fan-Dasein zum Vorschein ...

 

Der Brief enthielt ein erneutes Anmeldeformular mit weiteren Fragen wie zum Beispiel, in welchem Studio man trainiert, ob man noch andere Aerial Art Sportarten betreibt, wie lange man Pole Dance schon trainiert.
Keine Ahnung, warum man diese Information brauchte, da man weder noch was Aerial Artmäßiges gemacht hat noch sein Stammstudio vertreten hat.
Für eine Statistik sind solche Informationen auch nicht von Nutzen!

Es gab zwar einen Rahmenplan wie das Camp mit den Workshops zeitlich gestaltet war, dennoch waren jede Menge Totzeiten drin, die man auch anders nutzen hätte können (bis aus Wellness oder Fitnessstudio).
Manchmal wünschte ich mir eine kleine andere Tätigkeit ohne Pole - auch wenn es nicht Aerial Hoop oder Aerial SIlk war - hätte man auch eine kleine Yoga-Einheit einbauen können.
Yoga vielleicht sogar am Strand.
Ich meine das SKY POLE Studio wirbt mit (Aerial) Yoga...

Stattdessen wurde ein morgendlicher Lauftreff (versucht, da nicht stattgefunden) organisiert.
Mir war es ehrlich gesagt zu früh und nach der Frage: wie viel Kilometer es werden könnten, bekam ich leider nur eine schwammige Antwort...

Außerdem erhielt man einen Zettel, den man ausfüllen musste, wie man hinkommt - entweder per Auto/per Bahn/per Mitfahrgelegenheit.

Eigentlich wollte ich erst mit dem Zug von Berlin nach Juliusruh fahren.

Eine direkte Zugverbindung gab es nicht und ich hätte eine Shuttleservice in Höhe von 34 €uro dazu buchen müssen um von Sagard (Bahnhof) nach Juliusruh zu kommen.

Also kreuzte ich erst einmal eine Mitfahrgelegenheit an, die mir das Studio SKY POLE besorgen sollte und dann noch die Option einen Zug zu nehmen.

Da ich eher ein Mensch bin, der alles schon gerne im Vorfeld plant, saß ich etwas auf heißen Kohlen, da ich ewig keine Mitfahrgelegenheit bekam.

Anika hatte ebenfalls keine großen Chancen, sodass wir uns eigentlich schon im Zug sahen.

Das SKY POLE vermittelte aber Anika eine Mitfahrgelegenheit bzw, die Teilnehmerin wurde eher gezwungen sie mitzunehmen.

Bei mir war es eher schwieriger...

Hinzu wäre ich gekommen, aber zurück zu nicht, sodass dann Anika so lieb war und die Teilnehmerin - hier im Text als "Person XY" bezeichnet, da sie unbekannt bleiben möchte (...) - ebenfalls für mich fragte.

Also hatte ich eine Mitfahrgelegenheit!

Der Tag rückte näher und ich fuhr dann am 29. September Richtung Werder an der Havel.

An dem Bahnhof wurde ich dann mit etwas Verspätung von "Person XY" und Anika gegen 10 Uhr eingesammelt.

Nach einem kurzen Stopp an der Tankstelle für Kaffee und Toilette ging dann auch unsere Reise los.

Mit kleinen Pausen und Umleitungen/Baustellen sind wir dann nach ca. 5.5 Stunden in Juliusruh angekommen.

In der Nacht zum Freitag bekam auch noch jeder eine eMail mit dem Hinweis dieser Baustelle - leider zu spät gewesen diese Information.

Ich persönlich checke nicht laufend meine eMails auf meinem Handy!

Wir waren definitiv zu spät, da wir bereits 14 Uhr dasein sollten.

Aber was soll man machen?

Hexen konnte man nicht und über Autos konnte man auch nicht hüpfen.

An sich war die Fahrt sehr entspannt,

" Person XY" fuhr ordentlich und sehr entspannt, leider rauchte sie in dem Auto...

Nicht nur eine - was vielleicht noch vertrettbar war - nein sondern ein paar mehr...

Ich glaube, ich habe in dieser Zeit noch nie so viel passiv geraucht!

Ich will mich jetzt nicht ausruhen, denn letztendlich konnte ich froh sein, dass sie mich überhaupt mitgenommen hat...

Nachdem wir also dann angekommen sind, musste ich vor allem schnell mein Zimmer suchen, umziehen und zum ersten Workshop flitzen.

Bevor ich aber zu den Workshops komme, beschreibe ich das "Hotelzimmer".

Ich hab mir dieses Hotel bereits im Vorfeld auf der Internetpräsenz angesehen.

Der erste Eindruck: hübsch und nach den neusten Standards...

Ja - das Internet lügt und Photoshop, gutes Licht und ein tolles Objektiv machen das ganze nicht besser.

Das Zimmer war in Ordnung.

Man konnte für die drei Nächte drin leben.

Was ich "nervig" fand, war das ständige Hin- und Herrennen von Zimmer - Essen und Workshops...

Es waren also vereinzelte Häuser mit Zimmern anstelle eines komplett zusammenhängenden Hoteltrakts.

Generell hätte ich dieses Hotel nie in die Kategorie 4 Sterne gesetzt.

Der Balkonboden in Form von Holzdielen war sehr locker und man musste aufpassen, dass man nicht eine Holzlatte anhob mit seinem Gewicht.

Die Balkonstühle und der Tisch glich eher Campingstühlen - diese im typischen grüner Farbe aus Plaste.

Wo man zu Hause, bessere, bequeme und gutaussehende Stühle hat...

Den Balkon brauchten wir auch nur um unsere Sachen auslüften zu lassen... also nicht so dramatisch!

In dem Zimmer war ein Bett, ein Schreibtisch, eine kleine Sesselecke mit Beistelltisch und eine Kommode, wo man seine Sachen verstauen konnte.

Das Bad war unterteilt in zwei Bereiche: einem relativ kleinem Waschbecken und Spiegel.

Dahinter befand sich ein Schrank um weitere Kleidungsstücke aufzubewahren.

Der andere Bereich, abgetrennt durch eine Tür, zeigte Toilette und Dusche.

Ettliche Lampen im Bad waren defekt und man musste mit dem nötigen Licht auskommen.

Außerdem befanden sich ein paar Spinnen (!) im Bad und das komplette Zimmer sah leider nicht sehr einladend aus.

Tapete abgerissen und überall schwarze Abschürfungen an den Wänden.

Dies machte aber das kleine Willkommensgeschenk vom SKY POLE Chemnitz einem X-Pole Beutel, X-Pole Schlüsselband, einer Fitness Trinkflasche und einem Proteinshake schon etwas besser.

Ebenfalls wurden wir mit einer kleinen und netten Willkommensnachricht von Sabine und Anne ganz lieb Willkommen geheißen.

Letztendlich konnten wir in unserem Hotelzimmer leben.

Leider wurde auf der Hotelseite mit neuen Zimmer geworben - davon haben wir leider nichts gesehen - hätte man wahrscheinlich noch mehr zahlen müssen...

Und irgendwie brauchte man nur das Zimmer um zu schlafen, sich zu erholen und ja um zu duschen!

Das Essen war in Ordnung - die ersten zwei Abende sogar richtig lecker.
Viel mit Antipasti und leckeren Sachen, da das Hotel immer diverse Themenabende in der Küche veranstaltete.

Die Getränke musste man aber selber zahlen... teilweise bekam man erst sein Getränk als man fertig war oder bereits beim Dessert.

Es war ebenfalls nicht möglich die Kosten auf das jeweilige Zimmer zu schreiben um später komplett zu bezahlen.

Ebenfalls waren sie mit der zeitlichen Reservierung unserer Tische etwas überfordert sodass wir einen Abend ziemlich lange warten mussten bis wir endlich uns setzen durften...

Das Frühstück war normal Hotel halt - Rüherei, Speck und alles was dazu gehört.
Selbst Waffeln, Eierkuchen oder Omelett konnte man sich frisch zu bereiten lassen.

Der Wellnessbereich - Sauna und Schwimmbad sowie Ruheraum - waren in Ordnung (ich war noch nicht so oft in sowas...).

Vom Glauben bin ich aber abgefallen, als die relativ unfreundliche Rezeption, 5 Euro (!!!) für einen Bademantel haben wollte...

Ich bin ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass sich ein Bademantel mittlerweile im Service mit befindet und das man höchstens nur noch Pfand zahlen muss, den man nach Benutzung wiederbekommt... aber nein - die wollten 5 Euro.

 

Kommen wir zu den Workshops, den Trainern und dem Trainingsraum.

In diesen drei Tagen Polecamp habe ich alle Workshops mitgemacht, es versucht und mich nicht entmutigen lassen - es waren 6 an der Zahl.

Diese wurden von Lea Roth und Anne-Marie Kot durchgeführt.

Der Trainingsraum war ein Seminarraum mit Teppichboden.

Auf diesen standen 5 Stages, der Firma X-Pole...

Dies schreckte mich ehrlich gesagt etwas ab, weil freistehende Stangen immer so wackeln und ich fühle mich nicht sicher dabei...

Leider waren auch keine Crashmatten vorhanden um die Angst vor der Metallplatte zu nehmen...

Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht, wie hoch die Stage war, aber ich konnte einmal klettern und war oben...
Sonst sind ja Stages um die 3 Meter, aber ich glaube das waren keine drei...

Einmal klettern und fast oben, klingt nach 2.55...

Diese Höhe kenne ich perfekt, da ich unter diesen "Umständen" auch zu Hause trainiere...

Für manche Tricks echt blöd, wenn man nicht mit der Höhe auskommt, vielleicht noch etwas rutscht und man dann schon unten ist...

Ich hätte mir im Vorfeld schon mal gewünscht, dass irgendwo in der Vorstellung des Polecamps das Wort "Stage" gefallen wäre, damit man sich vielleicht darauf einstellen hätte können oder gar sich ein anderes Polecamp gesucht hätte...

Neben den Stages hatte der Raum noch Fitnessmatten und Yogablöcke zu bieten.

Leider hatte man zwischen den Stages keinen großen Platz um sich richtig warm zu machen - vor allem zum dehnen.
Man musste aufpassen, dass man nicht mit einer anderen Teilnehmerin zusammenrutschte oder sich an der Stage klemmt!

Bei Lea habe ich bereits dieses Jahr (Januar 2017) zwei Workshops mitgemacht.

Sie war damals im Redlight Dance Berlin-Wedding zu Besuch.

Auf sie habe ich mich bereits gefreut als es feststand, dass sie dieses Polecamp besucht.

Ich glaub auch wegen ihr hab ich es damals auch gebucht - etwa zu 80-90 Prozent...

Auf Anne-Marie war ich ebenfalls gespannt.

Beide Trainerinnen sind von ihrer Trainingsart komplett unterschiedlich.

Beide wollen natürlich beibringen und fördern, dennoch hatte ich bei Lea manchmal den Eindruck, dass sie keinen realen Bezug zu den Beginnern/Fortgeschrittenen mehr hatte.

Klar - sie macht die übercrazzen Tricks, wo man träumt oder nie in diesen Genuss kommt, diese auch irgendwann mal zu beherrschen.

Sie ist extremst flexibel und einfach nur ein Energiebündel mit (wahrscheinlich) nie endender Kraft...
Bei vielen Tricks (Shouldermount, Extended Butterfly zum Beispiel) wurde es im Workshop vorrausgesetzt, diesen perfekt zu können um eine Combo zu schaffen...
Zumindestens dass man sich in die Combo hereintraut. 

Klar, möchte man viel in dieser begrenzten Zeit lehren und beibringen, dennoch fand ich manche Übungszeit zu kurz.
Wenn überhaupt versuchte man den Trick oder die Combo mit zwei bis vier Anläufen und dann ging es auch schon weiter im Programm.
In dieser Zeit musste man sich abwechseln und der anderen Polerina Hilfestellung geben oder sie ermutigen, diesen Trick mal auszuprobieren...

Manche haben es versucht, manche haben es geschafft, manche haben es kein einziges Mal ausprobiert und waren nur anwesend...

Vielleicht ist auch bei manchen Workshops weniger mehr, sodass man halbwegs Erfolgserlebnisse hätte erzielen können.

Lea gab 4 verschiedene Workshops, darunter Spinning, Signature Tricks, Flexy Extreme und Stronger than Gravity.

Letzteres war ein absolute Qual für mich, da dies sich alles auf Kraftübungen und Krafttricks bezog.

Die Hälfte der Teilnehmerinnen machte leider nicht mit und zog sich dem Dehnen vor - was auch in Ordnung war... und auch irgendwie verständlich.

Es war immerhin der letzte Workshop und auch ziemlich demotivierend...

Beim Flexy Extreme - was ja wirklich Leas Spezialität ist - zeigte sie uns Übungen wie man den Hüftbeuger und die Schulter bearbeiten kann - ebenfalls ein langer Werdegang!

Bei Spinning und Signature Tricks zeigte uns Lea diverse Combos mit drehender und nicht drehender Stange!

Anne-Marie gab dahingegen nur zwei Workshops - nämlich Handstand und Signature Tricks.

Jeder der mich kennt, weiß, dass ich mit Handständen und Kopfständen auf Kriegsfuß stehe - leider.

Sie sind mir einfach unheimlich.

Ich habe Angst zu fallen und mir etwas zu tun - und dabei steht mir einfach mein Scheiß-Ich und mein Kopf im Weg.

Anne-Marie hat es aber irgendwie geschafft, mir die Angst zu nehmen - dafür bin ich ihr echt noch Dankbar.

Mit ihrer Hilfe schaffte ich es den Kopfstand (frei) etwas zuhalten - zwar nicht mit komplett ausgestreckten Beinen, aber ich hatte das Gefühl Balance halten zu müssen und zu können.

Nach dem Kopfstand, folgte in kleinen Schritten der Elbow-Handstand, dann Handstand - mit und ohne Stange.

Anne-Marie gab tolle und hilfreiche Tipps und gab bei allen Hilfestellung!

Ich hab versucht mein Bestes zu geben, dennoch bleibt es ein noch sehr persönlicher harter Weg bis diese Sache sitzt - in meinem Kopf und auch im realen Leben!

Bei den Signature Tricks zeigte uns Anne-Marie ein paar schöne Combos an der Spinning Pole.

Tricks die relativ machbar waren.
Positiv war da, dass sie uns Zeit zum probieren gegeben hat...

Alles im Allen waren die Workshops anspruchsvoll und fördernd, motivierend, aber auch ab und an eine innerliche Zerreißprobe...
Eine Zerreißprobe der Art sich seinen Ängsten und Schwächen zu stellen.
Nach jedem Workshop konnte man sich am gestellten "Buffet" bedienen.
Es gab Müsliriegel, Bananen und Proteinshakes.
Jederzeit konnte man sich mit Getränke und isotonischem Pulver bedienen, damit die Muskulatur nicht sofort zu machen konnte...

 

Ein paar Worte zur Organisation und dem allgemeinen Drum-Herum!

Ich stelle es mir sehr schwierig vor, solch ein Projekt auf die Beine zu stellen, alles zu organisieren, dennoch fehlte mir ehrlich gesagt der persönliche Bezug.
Persönlicher Bezug, weil wir ja auch wirklich eine sehr kleine Gruppe waren.

Von der SKY POLE Studiobesitzerin hat man leider nur ab und an mal was gesehen - meistens zum Abendbrot.

Ab und zu schaute sie für 5 Minuten (wenn überhaupt) in die Workshops herein um ein kleines "Behind the Scene Foto" zu machen - für die Facebookseite versteht sich natürlich...

Auch dass man eine Fotografin Vorort hatte, die aber leider keine Bilder von den Workshops gemacht hat - sondern wirklich nur vom Shooting.

Es ist doch auch ein Aushängeschild für das Studio tolle Bilder von motivierten Teilnehmerinnen für ihre Internetpräsenz zu haben.

Irgendwie hätte ich mir da gewünscht, dass die Studiobesitzerin vielleicht einen eigenen Workshop gibt - vielleicht Stretching oder ihre Lieblingstricks uns zeigt?!?

Ich meine als Studioinhaberin sollte das doch kein Problem sein...

Dahingegen war die Anne - Organisatorin und rechte Hand von Sabine - viel präsenter.

Sie kam auch öfters mal an den Tisch, setzte sich dazu und fragte nach dem Befinden.

Auch im Vorfeld vom Polecamp konnte man ihr jeder Zeit schreiben, sie mit Fragen bombadieren, sie schrieb zeitnah zurück und versuchte - so gut es ging - die Fragen zu beantworten.

Auch war sie helfende Hand beim Fotoshooting - hielt Utensilien, machte Vorschläge oder verbesserte einem bei den Tricks.

Ebenfalls fand ich es sehr schade, dass der Gruppenzusammenhalt nicht so gefördert wurde.

Am ersten Abend fehlte die Willkommensveranstaltung - man war etwas auf sich alleine gestellt.
Anika und ich nutzen den Abend um einen ausführlichen Spaziergang durch Juliusruh zu machen.
Dadurch dass wir nicht bei der kleinen Vorstellungsrunde um 14:00 Uhr waren, haben wir leider keine Namen noch die Herkunft mitbekommen.
Klar fing man damit Gespräche an, aber irgendwie war es erst eigenartig...
Vor allem wenn man nicht gerade der Mensch ist, dem es leicht fällt, Gespräche anzufangen!

Wenn man innerlich schon denkt oder hofft, beim Gegenüber gut anzukommen und hofft, dass man akzeptiert wird... mein persönlicher Graus!

Ich war froh, dass ich mich mit Anika so gut verstanden habe, sonst wär ich wohl ziemlich allein gewesen - zumindestens den ersten Abend...
Mit den anderen Polerinas kam ich erst den nächsten Tag richtig ins Gespräch - mit anderen (aus höherem Level) sogar erst am Sonntag bzw. am Samstagabend...
Diese sogenannte "Veranstaltung" fand am zweiten Abend - also dem Samstag - statt..

Es war eher eine Sitzparty als reges Unterhalten...

Jede Polerina bekam ein Gläschen Sekt zum Anstoßen.
Die Partner mancher Teilnehmerinnen mussten sich ihre eigene Getränke an der Bar besorgen... eigentlich gehörten sie doch auch mit zu dem Event...

Im Vorfeld wurde uns in Form einer kleinen Modenschau die Pole-Kollektion der beiden SKY POLEWEAR Schneiderinnen Stephi und Inga gezeigt, welche echt tolle Outfits nähen.

Das Beste: man kann mit seiner Idee hingehen und sie entwerfen und schneidern es!
Man bekommt somit ein tolles, total individuelles Outfit in seiner (!) Farbe - egal ob mit Glitzer, Pailletten, Spitze oder in dezenter Farbe - nichts ist unmöglich.

Ich habe den Stoffordner mir angesehen und war sofort verliebt.

Deutsche Ware zum kleinen Preis - perfekt.

Ich werde definitiv mir eins oder zwei zum Geburtstag gönnen!

Da ich ja auch etwas nähe, war ich sehr neugierig auf die Verarbeitung, aber: TOP QUALITÄT, sehr saubere Nähte und wundervolle Verarbeitung mit dem gewissen Etwas und dem detailverliebten, was mir bei ettlichen Outfits fehlt.

Ich werde berichten, wenn ich mir ein paar Outfits bestelle!

Nun aber weiter im Text!
Nach der Vorstellung der Kollektion, wurde eine Polejam organisiert, wo nur eine - Anika - dran teilnahm.

Anika zeigte ihr Können an der Pole in einem - von ihr ausgewählten - Lied.

Weitere Teilnehmerinnen gab es leider nicht!

Lea und Anne-Marie zeigten eine kleine Performance.
Diese habe ich gefilmt und darf sie auch in diesem Beitrag auch euch zeigen:

(Ich musste (leider) noch einmal das Video bearbeiten, da ich euch mein ständiges Quatschen meiner Begeisterung ersparen möchte...)

Nach dieser wundervollen Performance war der öffentliche Teil auch beendet - man konnte noch etwas sitzen bleiben, sich unterhalten oder sich die Bilder vom Fotoshooting angucken und auswählen.

Bei der Buchung im Vorfeld konnte man ein Fotoshooting mitbuchen - es war zwar eine freiwillige Sache, aber dennoch hat sich - glaube ich - niemand dagegen entschieden.
Wenn, hätte man auch einen Grund angeben müssen, warum man es nicht für - 59 Euro - dazubucht...

Dieser Betrag enthielt ein 30 minütiges Shooting und 2 bearbeitete Bilder.
Für mehr musste man zahlen!

Da ich auch fotografiere, habe ich mir natürlich versucht, erste Eindrücke zu bekommen vom Bildstil oder der Bearbeitung.

Leider ist die Facebookseite oder auch die Homepage nicht mit vielen Bildern gefüttert, die einen Einblick realisieren können.

Ebenfalls fehlten mir die Polebilder, weil Portrait und Pole ist immer noch ein kleiner Unterschied...

Auf gut Glück habe ich es also dazugebucht.

Das Shooting fand bei wundervollstem Sonnenschein im Sand am Strand von Juliusruh statt.

Im Hintergrund entweder Düne oder das Meer - also perfekte Shootinglocation!

Es ging auch echt von den Temeraturen - ich hätte es mir kälter vorgestellt, da auch der Wind ging.

Am Abend konnte ich mir dann Bilder aussuchen.
Mit der Fotografin - Anika von
AIKO KAERU PHOTOGRAPHY konnte man aber super reden.
Somit handelten wir einen kleinen "Deal" aus, der beinhaltete, dass sie 2 Bilder bearbeiten darf und ich bekomm die RAW-Dateien um selbst zu bearbeiten.

Leider habe ich bis heute noch keine Bilder bekommen, die ich euch zeigen kann...

Am Montag - dem Abreisetag - wurde schnell Tschüß gesagt und - was ich toll fand - für jeden Teilnehmer ein Tshirt als Erinnerung gesponsort.

Leider fehlten hier schon ettliche Polerinas und die Trainerinnen - Lea und Anne-Marie - waren bereits auch schon längst auf den Heimweg.

Nach dem obligatorischen Abschlussfoto wurde das Polecamp aufgelöst und jeder hat seinen Heimweg angetreten.

Ich hätte es persönlich besser gefunden, wenn die Tshirts am Samstagabend zu der Veranstaltung herausgegeben wurde, sodass auch alle die Möglichkeit hatten mit auf dem gemeinsamen Foto zu sein.

Der Heimweg verlief für mich anders als die Hinfahrt.

Ich konnte bei Jenny und ihrem Mann - Markus - mitfahren, da beide noch für ein paar Tage Urlaub in Berlin herangehangen haben - mein Glück!

Ich bin beiden noch so innerlich Dankbar.
Anika wurde von ihrer Familie abgeholt, sodass alle nach Hause kamen!
Sie machten auch noch ein paar Tage Urlaub auf Rügen.
Ich war ehrlich gesagt froh mit Jenny und Markus zurückzufahren, nicht nur weil sie mich an der U-Bahnstation Reinickendorfer Straße rausgelassen haben, sondern auch weil ich mich sicherer fühlte.
Nicht nur weil man laufend Passivgeraucht hat, was vielleicht noch relativ vertrettbar war, aber das ständige Betonen von Selbstmordgedanken - auch wenn es nur "Spaß" war - fand ich sehr skuril und beängstigend.
Es wäre sicherlich nichts passiert, aber ich wollte das Schicksal nicht herausfordern.

 

Alles im Allen war das Polecamp ziemlich gut.

Ich habe wundervolle neue Menschen kennengelernt, die das selbe Hobby teilen und lieben.

Menschen mit denen ich noch heute hin- und herschreibe, mit denen ich mich verabrede.
Mit Jenny und Markus war ich zum Beispiel im Schokoladenhaus Rausch in Berlin um sie als Dankeschön für die Mitnahme nach Berlin einzuladen.

Auch werde ich beide in Köln wiedersehen um gemeinsam Sushi essen zu gehen bevor Matze und ich weiter nach Windeck zu Steel on Fire fahren.

Ich hab gelacht, gequatscht und die Zeit genossen.

Innerlich fühlte ich mich in die Schulzeit - wie auf Klassenfahrt - zurückversetzt.

Stundenlanges erzählen und rumgekicher mit Anika bis in die Nacht hinein.

Es war toll!

Auch den abendlichen Spaziergang durch Juliusruh werde ich immer in guter Erinnerung behalten.

Meine Erholungszeiten zwischen den Workshops verwendete ich um stundenlang den Sandstrand hoch und runter zu gehen und mit Matze oder meiner Mutti zu telefonieren...

Barfuß im relativ kühlen Sand zu laufen, mit den Füßen im Wasser zu sein und einfach Ich sein - für mich ein unbeschreibliches Gefühl von Zufriedenheit und Glück!

 

Sicherlich kann man noch einiges besser machen und auch optimieren.
Ich bin mir sicher, dass das SKY POLE seinen Weg gehen wird mit weiteren Polecamps.

Ich bedanke mich auch hier noch einmal für die Organisation, die Betreuung und das Dasein im Polecamp bei Allen - nicht nur bei der Organisation sondern auch bei allen wundervollen Mitstreitern und Menschen, die ich in diesen paar Tagen sehr ins Herz geschlossen habe.

1000 Dank!

 

Die Planungen für ein weiteres im Jahr 2018 sind bereits gestartet.

 

Eure Elisa.

 

 



 

 

 

 

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